Journalisten sind „kein Abbild der Bevölkerung“

Journalisten sind „kein Abbild der Bevölkerung“

Die Redaktionen der Massenmedien spiegeln nicht die Ansichten und Einstellungen ihres Publikums wider. Das ist einer der Gründe warum es immer wieder zu Dissonanzen zwischen Sendern (Medien) und Empfängern (Publikum) kommen kann. Das Thema wurde zuvor schon ausführlicher hier und hier beschrieben.

Die Redaktionen sind „kein Abbild der Bevölkerung“, schrieb die Basler Zeitung in einem Artikel über eine dänische Studie, die die politischen Einstellungen von Journalisten aus 17 Länder miteinander verglichen hat.


„Die ersten Resultate der dänischen Studie unterstreichen das verbreitete Vorurteil. Am häufigsten stehen die Journalisten grünen Ideologien nahe, gefolgt vom Feminismus. Es gibt in den Redaktionen durchschnittlich drei Mal so viele Grüne und Feministen wie im Rest der Bevölkerung. Auf Platz drei liegt der Sozialliberalismus, gefolgt von Kommunismus und einer pro-europäischen Haltung. Diese drei Einstellungen sind bei den Medien doppelt so häufig vertreten wie in der Bevölkerung. Am seltensten ist eine nationalkonservative Haltung. Sie ist in der Bevölkerung rund sechs Mal häufiger vertreten als bei den Journalisten.“

Basler Zeitung  |  06. Juni 2018  |  https://m.bazonline.ch/articles/17603575


Schweizer Untersuchung

Die Daten für die dänische Studie stammen aus 17 Ländern, zum Beispiel auch aus der Schweiz. In der Schweiz wurde eine Untersuchung von Marktagent.com durchgeführt, in deren Rahmen 332 Journalisten vom 15.02.2018 bis zum 02.03.2018 befragt wurden. Die Ergebnisse der Schweizer Befragungen (Studiensteckbrief und Studienergebnisse) finden Sie auf www.marketagent.com (siehe unten).

Kein Abbild der BevölkerungQuelle: marketagent.com (April2018)


Quellennachweise:

 

Journalisten sind grün und links
Mittwoch 6. Juni 2018

https://m.bazonline.ch/articles/17603575


Der Schweizer Journalismus unter der Lupe
Journalisten-Studie 2018
April 2018

http://www.marketagent.com/webfiles/MarketagentCustomer/pdf/79f1ca3f-c09b-4024-a77a-f7a721f4f6d8.pdf


 

Medienkompetenz – Wiederholungen (Update)

Medienkompetenz – Wahrheit durch Wiederholung (Update)

In dem Beitrag Medienkompetenz – Wiederholungen und Wahrheitseffekt wurde ausführlich beschrieben, dass: „Versuchspersonen nur durch das Zuhören und ohne eigenes aktives Handel ein neues Wort lernen konnten. Dazu wurde ihnen in einem Zeitrahmen von 14 Minuten ein Wort 160 mal wiederholt vorgespielt. Die Neurowissenschaftler konnten anschließend durch einen Scan des Gehirns nachweisen, dass sich neue Verbindungen im Gehirn entwickelt hatten, die dem neuen Wort zugeschrieben werden konnten und die sich in ihrer Struktur nicht von anderen Worten unterscheiden ließen, die von den Versuchspersonen zum Beispiel in ihrer Kindheit gelernt wurden.“ (Yury Shtyrov et al. 2010)

  • In diesem Beitrag ein Update dazu, dass ein vergleichbarer Effekt auch mit Bildern funktioniert (Gomez et al. 2019)
  • Und am Ende noch ein kurzer Vortrag [Video] über „sich wiederholende Pattern“ in der Popmusik von Colin Morris. (Off Topic)

Wenn wir Gebäude, Bäume, Berge oder Gesichter ansehen, wird der Reiz im visuellen Cortex unseres Gehirns verarbeitet. Je nachdem, was wir betrachten, werden unterschiedliche Regionen im Gehirn angesprochen und aktiviert. Dies kann durch bildgebende Verfahren, wie zum Beispiel dem PET (Positronen-Emissions-Tomographie) [1] nachgewiesen werden. Die Regionen für Wörter- oder Gesichtserkennung sind bei den meisten Personen an nahezu der gleichen Stelle im Gehirn aktiv.

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[Zitat] Richard Dawkins über Religion

„Eine der wirklich schlechten Auswirkungen der Religion ist, dass sie uns lehrt, es sei eine Tugend, sich damit zufrieden zu geben, etwas nicht zu verstehen.“

Richard Dawkins

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ARD ZDF und der (mögliche) Bestätigungsfehler

[Bild des Monats #September2019]
ARD ZDF und der (
mögliche) Bestätigungsfehler

Für die Studie „Old, Educated, and Politically Diverse: The Audience of Public Service News“ (PSM) wurden in Deutschland 2022 Personen u.a. nach ihrer Selbsteinschätzung gefragt. Sie sollten sich selber auf einer Sieben-Punkte-Skala von „ganz links“ bis „ganz rechts“ platzieren.

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