[Studie] Die Auswirkungen der Kontrolle von Mietpreisen

Die Auswirkungen der Kontrolle von Mietpreisen auf Mieter, Vermieter und Ungleichheit: Beweise aus San Francisco

Abstract

Anhand einer Gesetzesänderung von 1994 nutzen wir quasi-experimentelle Unterschiede bei der Zuweisung der Mietkontrolle (Anmerk: dt. Mietendeckel / Mietpreisbremse) in San Francisco, um die Auswirkungen auf Mieter und Vermieter zu untersuchen. Durch die Nutzung neuer Daten, die die Migration von Personen nachverfolgen, wird die Mobilität von Mietern nach unserer Einschätzung um 20 Prozent eingeschränkt und die Verdrängung aus San Francisco verringert.
Vermieter, die von der Mietkontrolle betroffen sind, reduzieren das Mietwohnungsangebot um 15 Prozent, indem sie an Eigennutzer verkaufen und Gebäude sanieren. Während die Mietenkontrolle kurzfristig die Verlagerung von etablierten Mietern verhindert, hat das verlorene Mietwohnungsangebot langfristig wahrscheinlich die Marktmieten in die Höhe getrieben und letztendlich die Ziele des Gesetzes untergraben.

Fazit

(…) Zusammenfassend stellen wir fest, dass betroffene Vermieter das Angebot an verfügbaren Mietwohnungen um 15 Prozent reduzierten. Darüber hinaus ist die Zahl der Mieter in mietkontrollgeschützten Einheiten um 25 Prozent zurückgegangen, da viele Gebäude in Neubauten oder Eigentumswohnungen umgewandelt wurden, die von der Mietkontrolle ausgenommen sind. Langfristig führte dies 1994 zu einem Transfer zwischen zukünftigen San Francisco-Mietern und in San Francisco lebenden Mietern. Darüber hinaus führte der Umbau bestehender Mietobjekte zu hochwertigen Eigentumswohnungen in Eigenbesitz letztendlich zunehmend zu einem Wohnungsbestand auf Personen mit höherem Einkommen gerichtet. Auf diese Weise trug die Mietkontrolle entgegen dem erklärten politischen Ziel zur Gentrifizierung von San Francisco bei. Die Mietenkontrolle scheint die Einkommensungleichheit in der Stadt sowohl durch die Begrenzung der Vertreibung von Minderheiten als auch durch die Anziehung von Bewohnern mit höherem Einkommen zu verschärfen.
Diese Ergebnisse zeigen, dass es letztendlich kontraproduktiv sein kann, Vermieter zu einer Versicherung gegen Mieterhöhungen zu zwingen. Wenn die Gesellschaft eine Sozialversicherung gegen Mieterhöhungen anbieten möchte, kann es weniger verzerrend sein, diese Subvention in Form von staatlichen Subventionen oder Steuergutschriften anzubieten. Dies würde den Vermietern die Anreize nehmen, das Wohnungsangebot zu verringern, und könnte den Haushalten die von ihnen gewünschte Versicherung bieten. Ein Punkt zukünftiger Forschung wäre es, ein optimales Sozialversicherungsprogramm zu entwerfen, um die Mieter gegen große Mieterhöhungen zu versichern.
(Seite 3393)

Diamond, Rebecca, Tim McQuade und Franklin Qian, September 2019

DOI: 10.1257/aer.20181289

Übersetzung: Google Translate / skynetblog.de
Hervorhebungen: skynetblog.de

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[Zitat] Jordan Peterson über Redefreiheit

„Ich betrachte die Redefreiheit als Voraussetzung für eine zivilisierte Gesellschaft, denn Redefreiheit bedeutet, dass man mit Worten kämpfen kann. Das ist es, was es bedeutet. Das bedeutet nicht, dass Menschen glücklich und sanft Meinungen austauschen können. Das bedeutet, dass wir auf dem Schlachtfeld der Ideen mit Worten kämpfen können. Und der Grund, warum dies akzeptabel ist und warum es akzeptabel ist, dass die Gefühle der Menschen während dieses Kampfes verletzt werden, ist, dass der Kampf der Ideen dem tatsächlichen Kampf bei weitem vorzuziehen ist.

Jordan Peterson

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Wie Robert Habeck der wichtigste Politiker wurde

Wie Robert Habeck der wichtigste Politiker wurde


Alle lieben Robert.

Es ist eine schöne neue Welt. Alain de Botton bringt es auf den Punkt, wenn er sagt, die Medien würden es „… vertuschen, dass sie nicht nur über die Welt berichten, sondern vielmehr ständig damit zugange sind, in unseren Köpfen einen neuen Planeten zu erschaffen, der unverkennbar zu ihren eigenen Prioritäten passt“.

Ich habe schon häufiger beschrieben, dass die Darstellung einer Nachricht wichtiger geworden ist, als der Inhalt der Nachricht (Framing). Im März 2019 brachte das ZDF die „sensationelle“ Meldung (Bild), dass Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) der wichtigste Politiker in Deutschland sei. Andere Medien (Multiplikatoren) haben die Meldung des ZDF-Politbarometers abgeschrieben und weiter verbreitet, also die Anzahl der Empfänger vergrößert.

Bei einem zweiten Blick entpuppt sich diese Meldung als eine „Ente“, oder wie man inzwischen so schön sagt, als „Fake News“. Das ZDF als Konstrukteur einer alternativen Realität, vor der Alain de Botton uns warnt.

In diesem Artikel die zwei Gründe, warum Robert Habeck nicht der wichtigste Politiker in Deutschland ist.

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