politische Schlagworte (2) politische Pathologisierung

Was die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der sogenannten Flüchtlingskrise unternimmt, sei einfach nur verrückt, so der ehemalige US-amerikanische Präsident Donald Trump im Jahr 2015 in einem Interview.

Donald Trump wiederum wurde in den Medien häufig vorgeworfen, er würde an einer Persönlichkeitsstörung (Cluster B) leiden, oder anders gesagt, er sei ein ausgeprägter Narzisst.

Menschen, selbst solche mit der nötigen fachlichen Expertise für eine Diagnose, fühlten sich plötzlich berufen, in der Öffentlichkeit ihre Ferndiagnosen zu verkünden. Dies ist ein Verstoß gegen die ethischen Standards von Psychiatern und Psychologen. Aber für die gute Sache, mit der man sich letzten Endes gemein macht, geht die Ethik schneller über Bord, als man „Ferndiagnose“ oder „Flüchtlingskrise“ sagen kann. Fünfzehn Minuten Ruhm für jeden.


Eine  Diagnose über das Hijacking von Begriffen in (mehreren) Teilen.

Die Pathologisierung des politischen Gegners

Inhalt:

  • Geistige Behinderung (Veraltete Bezeichnungen)
  • Die Steuerfahnder-Affäre (1999)
  • politischer Missbrauch der Psychiatrie
  • Beispiel Donald Trump
  • Politischer Missbrauch der Psychiatrie in der Sowjetunion
  • Beispiel: Corona
  • Nationalsozialistische Rassenhygiene (Physisch, psychisch und geistig Behinderte)
  • Beispiel: Ist das Kunst oder kann das weg?
  • Beispiel: mal wieder den Teufel austreiben, willkommen im Mittelalter
  • Pathologisierung als Scheinargument
  • Quellennachweise

Im ersten Teil (Phobie als Kampfbegriff) habe ich beschrieben, wie Begriffe addiert und damit neue Sprachbilder erfunden werden, damit diese dann rhetorisch gegen „den Feind“ angewendet werden können. So werden zum Beispiel immer wieder erfundene Angststörungen behauptet und unterstellt. Es sind Pseudodiagnosen von Personen ohne eine entsprechende Expertise. Dadurch wird einer Person zum Beispiel unterstellt, sie hätte Angst vor Überfremdung“ oder vor dem „Kommunismus“.

Und wer der Meinung ist, dass Männer nicht schwanger werden können, der leide an einer Angststörung. Aber wahrscheinlicher als eine Angststörung ist es, dass diese „Ungläubigen“ nicht über jedes Stöckchen springen, das ihnen von Kulturmarxisten hingehalten werden.

Aber nicht nur Angststörungen werden in der öffentlichen Debatte benutzt, um Menschen zu diskreditieren. Auch Geisteskrankheiten werden in verschiedenen Formen einfach behauptet. Der Gegner wird pathologisiert. In der Presse, im Bundestag und in den sozialen Medien werden Andersdenkende mit einer Störung verächtlich gemacht und stigmatisiert. Der Andere ist nicht zurechnungsfähig, seine Argumente sind deshalb ohne jede Substanz. Das ist das Ende jeder Debatte.

Es ist der Missbrauch von medizinischer Autorität für politische Ziele.


Geistige Behinderung (Veraltete Bezeichnungen)

Schwachsinn ist ein veralteter Fachbegriff für eine geistige Behinderung oder besser, nach aktueller Nomenklatur, „Intelligenzminderung“.

Die alten Begriffe Debilität (von lat. debilis ‚ungelenk, schwach‘), Imbezillität (von lat. imbecillus ‚schwach, gebrechlich‘) und Idiotie (von gr. ἰδιώτης idiotes ‚der abgesondert, für sich Lebende‘) bezeichneten unterschiedliche Grade des Schwachsinns. Nach heutiger Nomenklatur entspricht die Debilität einer leichten (ICD-10F 70), die Imbezillität einer mittelgradigen (F 71) und schweren (F 72) und die Idiotie einer schwersten Intelligenzminderung (F 73). Die alten Begriffe sind schon lange vollständig aus der Fachsprache verschwunden. Die Begriffe Idiotie und Debilität (weniger Imbezilität) fanden als Schimpfwörter Eingang in die Alltagssprache und waren daher zuletzt aufgrund dieser negativen Konnotation gar nicht mehr fachsprachlich verwendbar. Der Begriff Schwachsinn ist auch inhaltlich ungeeignet, weil er nur kleine Teilaspekte der geistigen Behinderung bezeichnet, die man früher fälschlicherweise als wesentlich für die Behinderung ansah.

Der Begriff Schwachsinn findet sich noch im Strafgesetzbuch (StGB) der Bundesrepublik Deutschland (§ 20 StGB „Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen“). Im Betreuungsrecht, das erst 1992 eingeführt wurde, wird demgegenüber der modernere Begriff der geistigen Behinderung in § 1896 BGB verwendet. Der aktuelle Begriff der „Intelligenzminderung“ hat noch keinen Eingang in Gesetzestexte gefunden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Geistige_Behinderung


Die Steuerfahnder-Affäre (1999)

Als die sogenannte „Steuerfahnder-Affäre“ wird einen Vorgang aus dem Jahr 1999 bezeichnet, bei dem vier Steuerfahnder, die Finanzgeschäfte der hessischen CDU untersucht haben. Augenscheinlich hat diese Untersuchung nicht jedem gefallen. So wurden die Mitarbeiter des Finanzamtes Frankfurt V von dem Gutachter Thomas Holzmann mit einer falschen Diagnose aus dem Verkehr gezogen. Die (pseudo) Gutachten wurden im Auftrag der Finanzverwaltung erstellt und die vier Finanzbeamten wegen unheilbarer Paranoia Zwangspensioniert. Thomas Holzmann wurde später wegen vorsätzlicher Falschbegutachtung (AZ: 2-24 O 203/10) verurteilt und musste seinerseits Schadensersatz an seine Opfer zahlen.

Eigentlich ein unvorstellbarer Vorfall, eine politische Diagnose im Jahr 1999 in Deutschland. Sie wissen schon, das Beste Deutschland, dass wir jemals hatten.


Politischer Missbrauch der Psychiatrie

Beim politischen Missbrauch der Psychiatrie werden die medizinischen Mittel der Psychiatrie (z. B. Diagnostik, Therapie, Zwangseinweisung) genutzt, um Individuen aus politischen Gründen aus der Öffentlichkeit zu entfernen, in Misskredit zu bringen oder ihnen grundlegende Menschenrechte vorzuenthalten.

In vielen Ländern der Welt und zu unterschiedlichen Zeiten haben sich Psychiater am Missbrauch ihrer Patienten beteiligt. Dies geschieht entweder in Einzelfällen oder hat systematischen Charakter, so während der NS-Zeit in Deutschland (Aktion T4), in der Volksrepublik China und in der Sowjetunion.

https://de.wikipedia.org/wiki/Politischer_Missbrauch_der_Psychiatrie

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Beispiel: (Donald Trump)

Wie ich zuvor schon geschrieben habe, wurde dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in der Öffentlichkeit vorgeworfen, an einer Persönlichkeitsstörung zu leiden. Der Psychiater und Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz hat bereits darauf hingewiesen, dass Personen, die so stark in der Öffentlichkeit stehen, wie zum Beispiel der US-amerikanische Präsident, einen überdurchschnittlichen Drang zur Selbstdarstellung haben müssen, denn sonst würden sie solche Ämter gar nicht anstreben und ausüben können. Das Gleiche würde auch für internationale Rockstars gelten. Ob hier die Grenze zu einer Störung überschritten wäre, müsste in jedem Einzelfall geprüft werden. Der einfache Vorwurf in den Massenmedien ist hingegen nur ein politischer Trick.


Ferndiagnosen verstoßen gegen die ethischen Standards von Psychiatern und Psychologen. Doch immer mehr Experten sehen sich sogar in der Pflicht, vor dem geistigen Zustand des US-Präsidenten zu warnen.
www.sueddeutsche.de


Interessanterweise lässt sich dieses Phänomen heute in Bezug auf den US-Präsidenten Joe Biden nicht beobachten. Beiden, der vermutlich an einer schweren Altersdemenz erkrankt ist, wird von den Medien in keiner Weise kritisiert, wenn er zum Beispiel die Anweisungen auf dem Teleprompter als Teil seiner Rede mit vorliest, oder nicht mehr weiß, wo er ist, verschiedene Worte und Zahlen durcheinander würfelt, und so weiter. Diesem Mann drückt man augenscheinlich gerne die Atomcodes in die Hand.

Die folgenden Beispiele aus Zeitungsartikel zeigen sehr deutlich, wie sich die Grenze zwischen politischen Aktivismus und dem ethisch korrekten medizinischen Verhalten in einer medialen Grauzone auflösen.


26 Psychologen fällen alarmierendes Urteil über Trumps Psyche

Die angehende Psychatrie-Professorin Brandy X. Lee hat dem US-Präsidenten in ihrem Sammelband “Der gefährliche Fall des Donald Trump” ein erschreckendes Zeugnis ausgestellt. In dem Buch spricht die Wissenschaftlerin von “psychologischen, kognitiven und neurotischen Alarmzeichen.“

19.01.2018 | www.focus.de


Renommierte Psychologen bescheinigen Trump erschreckende Diagnose

Ein Buch sorgt für großes Aufsehen in den USA: „Der gefährliche Fall des Donald Trump“ heißt es. In dem Sammelband urteilen mehrere Experten aus Harvard und Yale über den Geisteszustand des US-Präsidenten.

Schon das Vorwort der Herausgeber hat es in sich! Judith Lewis Herman von der Harvard Medical School und Bandy X. Lee von der Universität Yale schreiben, sie wollen mit dem Buch das Land warnen. „Jemand, der mental so instabil ist wie Donald Trump“, sollte „nicht mit der über Leben und Tod entscheidenden Macht der Präsidentschaft ausgestattet sein“, finden sie.


Die Schauspielerin Rosie O’Donnell behauptet öffentlich, der amerikanische Präsident sei „Mental Ill“, Geisteskrank. Ihre Qualifikation für diese Diagnose? Ein aktiver Twitteraccount.
Donald Trump hatte ihr dasselbe auch schon unterstellt, sie sei eine „mentaly sick woman“. 


Für Rosie O’Donnell ist Donald Trump „geisteskrank“.
02.07.2017 | www.focus.de


Selbstverständlich berichten die Massenmedien über diesen Unfug, sowas ein gefundenes Fressen, ein kostenloser Content.

Und es ist nicht neu, es sind leider bewährte Methoden, die schon in totalitären Systemen gerne angewendet wurden. Dem politischen Gegner in einer Rede zu unterstellen,

  • das Konzept sei wirr (Verwirrter Kopf)
  • die Person selbst sei ver-rückt
  • die Argumente seien von schwachen Sinnen erdacht (Schwachsinn)
  • jemand sei krank (erkrankt, Geisteskrank)
  • oder schlicht, die Person sei ein Idiot (schwerste Intelligenzminderung).

Auch Sahra Wagenknecht greift auf diese Rhetorik zurück, wenn sie sagt:

Wie krank ist das denn, was Sie hier verbreiten?“ (16.05.2018)


Politischer Missbrauch der Psychiatrie in der Sowjetunion

In der Sowjetunion wurde die Psychiatrie jedoch unter anderem systematisch dazu missbraucht, Andersdenkende und politische Dissidenten zu pathologisieren, auszusondern und ihrer Rechte zu berauben.[5][6] Andersdenkende, die in der sozialistischen Ideologie oft sowohl als eine Belastung als auch als eine Bedrohung für das System empfunden wurden, konnten so einfach diskreditiert und festgehalten werden.[7]

Im Verlauf ihrer Geschichte wurde die Sowjetunion im Ausland zunehmend dafür bekannt, politisch Andersdenkende und sonstige Dissidenten massiv und ohne Rücksicht auf deren Rechte zu unterdrücken und zu misshandeln.

In den 1960er und 1970er Jahren offenbarte sich dann, dass in der Sowjetunion sogenannte konterrevolutionäre Gedanken als psychische Störungen wahrgenommen und behandelt wurden – auch gegen den erklärten Willen der „Kranken“.

https://de.wikipedia.org/wiki/Politischer_Missbrauch_der_Psychiatrie_in_der_Sowjetunion

 

Beispiel: Corona

 

Wer sich in Sachsen der Anordnung häuslicher Quarantäne verweigert, kann seit Donnerstag in einer psychiatrischen Klinik festgesetzt werden. Das berichtete der MDR unter Berufung auf eine Anfrage beim Sozialministerium des Landes.

Demnach hat die Landesregierung in den psychiatrischen Kliniken Altscherbitz, Arnsdorf, Großschweidnitz und Rodewisch insgesamt 22 Zimmer freigeräumt, in denen etwaige Verweigerer festgesetzt werden sollen. Deren Bewachung solle die Polizei übernehmen.

„Es ist für unser aller Gesundheit und Leben wichtig, dass die Menschen sich an die Quarantäneanordnungen der Gesundheitsämter halten“, zitiert der Sender die Sozialministerin des Landes, Petra Köpping (SPD).

10.04.2020 | www.welt.de


Köpping war von 1986 bis zum Juni 1989 Mitglied der SED, aus der sie vier Monate vor der Wende austrat. Im August 2002 wurde sie Mitglied der SPD. Sie war von 2006 bis 2016 stellvertretende Vorsitzende der SPD Sachsen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Petra_K%C3%B6pping


Petra Köpping, ehemals Mitglied der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), heute SPD, greift ohne Skrupel auf die bewährten Methoden der Kommunisten zurück. Solche Personen können in Deutschland im Jahr 2020 Ministerin werden und müssen keine Konsequenzen fürchten. Ein #Aufschrei vom Berufsverband der Psychologen oder SPD Politikern? Es ist einfach beschämend. Dazu fällt mir der Satz von Michael Klonovsky ein, der so passend sagte:

„Ich komme aus der DDR, ich komme aus der Zukunft“.


 

Besonders stark betroffen von der „Aufartungspolitik“ der Nationalsozialisten waren physisch, psychisch und geistig behinderte Anstaltsinsassen. Ihre Krankheit konnte für sie unter anderem Sterilisation, Misshandlung durch Vernachlässigung und medizinische Versuche sowie (fälschlich so genannte) Euthanasie bedeuten. Aber auch Menschen mit Behinderungen außerhalb der Anstalten waren nicht sicher vor der nationalsozialistischen Politik. Der Begriff von geistig und seelisch Kranken in der NS-Zeit war sehr weit gefasst. Das Zeugnis von Nachbarn und Polizisten, familiäre Hintergründe, der Schulabschluss und dubiose Fragebögen, in denen vor allem Kulturwissen abgefragt wurde, konnten zur Einordnung als „Schwachsinnige(r)“, und somit zur Sterilisation führen. Außerdem gab es die Kategorie der „moralischen Schwachsinnigkeit“, was bedeutete, dass der diagnostischen Subjektivität alle Türen offen standen. Der Übergang von „schwachsinnig“ zu „asozial“ war fließend.

https://de.wikipedia.org/wiki/Nationalsozialistische_Rassenhygiene#Physisch,_psychisch_und_geistig_Behinderte


Die nächsten Jahre werden wahrscheinlich zeigen, wo genau die Grenze zwischen der „moralischen Schwachsinnigkeit“ und der „Verfassungsschutzrelevanten Delegitimierung des Staates“ verläuft.

Nur ein kleiner Schritt zur Gesinnungspolizei

Eine Anwältin fordert einen Gesinnungscheck von Richtern. Nazimethoden?

„Zudem äußerte die Verteidigung Zweifel an der Unabhängigkeit des Gerichtes. Noch vor Verlesen der Anklage legte Verteidigerin Ricarda Lang einen Fragenkatalog vor, der die Einstellung der Berufs- und Laienrichter erhellen soll. Lang wollte unter anderem wissen, ob die Richter Mitglieder oder Unterstützer der AfD oder der islamfeindlichen Pegida-Bewegung sind, ob sie an Demonstrationen infolge der Messerattacke teilnahmen und wie sie zu Flüchtlingen insgesamt stehen. „Die Einstellung der Richter zur Flüchtlingsfrage ist entscheidend für ein faires Verfahren“, sagte Lang.“

18.03.2019 | www.welt.de


Ist das Kunst oder kann das weg?

Es kommt nicht so häufig vor, dass sich politische Akteure so deutlich äußern und zugeben, dass die behauptete Krankheit des „Gegners“, nur einem politischen Ziel dient.

So haben die Aktivisten (…) vom „Zentrum für … politische Schönheit“ auf der Webseite ihres Internet-Pranger-Stasi-2.0-Update vom „Katalog der Gesinnungskranken“ (moralische Schwachsinnigkeit) und „Idioten“ (schwerste Intelligenzminderung) gesprochen. Hier offenbart sich die politische Agitation ohne Schleier oder Nebelkerzen. Die FAZ schrieb dazu folgerichtig: „Die Pathologisierung der politischen Neigung verursacht übles Aufstoßen“.


Wie sagte ein Sprecher des „Zentrum für politische … Schönheit“: „Gegen Nazis wenden wir Nazimethoden an“. Wozu macht sie das dann selbst?

Der gleichen Sprache bedienen sie sich doch jetzt schon. Und diese Leute sollen bei der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) sprechen? Keine weiteren Fragen.

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Beispiel:
Den Teufel austreiben, willkommen im Mittelalter.

Ein Interview mit dem Psychiater Dr. Michael Leodolter, das bei VICE erschienen ist, zeigt, wie aus einer Xenophobie in nur einem Absatz eine Fremdenfeindlichkeit wird und dann (#vermutlich) ein Sadismus (Klassifikation nach ICD-10, F65.5, Störung der Sexualpräferenz) insuiert wird. Das ganze Interview kommt ohne einen Hinweis auf den ICD Katalog aus und auch gruppendynamische Prozesse werden nicht angesprochen. Diese Diffusion ist nicht hilfreich, aber vielleicht beabsichtigt.

Bei der Xenophobie kommt eine vorteilslose Bösartigkeit ins Spiel. Es gibt Vermutungen, dass 5 Prozent der Menschen, oder auch mehr, einfach Lust am Leid anderer haben. Dem gegenüber steht eine nützliche Bösartigkeit, die einen nachvollziehbaren Kern hat. Dazu zählen auch Kriminelle wie zum Beispiel Bankräuber, die sich durch ihre Taten einen eigenen Vorteil erhoffen.

(…) Bei xenophoben Menschen hilft wahrscheinlich nur, wenn man es ihnen verhaltenstherapeutisch „austreibt” und offen anspricht, dass es keine rationalen Gründe dafür gibt, vor Fremdartigem per se Angst zu haben und dadurch Aggressionen zu entwickeln.

16. August 2015 | www.vice.com/de


Nicht behandeln, helfen oder heilen, sondern austreiben. Willkommen zurück im Mittelalter.
Insgesamt leider keine sehr wissenschaftlichen Aussagen für einen Facharzt. Dieses Interview ist ein Beispiel, wie medizinische Autorität für politische Zwecke missbraucht werden kann und ist ein gutes Beispiel, wie Propaganda funktioniert.

Was wären denn rationale Gründe und wer darf darüber entscheiden? Und ab wann darf der Bürger Angst haben, ohne von Fachärzten (…) pathologisiert zu werden? Zuwanderer sind nach Aussagen des Bundeskriminalamtes (BKA) bei Tötungsdelikten überrepräsentiert.


Ich hatte bereits 2019 eine Mail an Herrn Leodolter geschrieben und ihn gefragt:
„Durch welche Untersuchung/Studie kann Ihre Aussage, dass mindestens 5% der Bevölkerung eine Präferenz zum Sadismus aufweisen, belegt werden?“
Und:
„Durch welche Untersuchung/Studie kann Ihre Aussage, dass eine Korrelation zwischen Fremdenfeindlichkeit und Sadismus besteht, belegt werden?

Eine Antwort habe ich bis heute nicht erhalten.


Das Scheinargument der politischen Pathologisierung

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass diese perfide Manipulationsmethode nur eine weitere Form des Scheinargumentes ist.

Als argumentum ad personam [bezeichnet der Philosoph Arthur Schopenhauer in seinem Werk zur eristischen Dialektik ein Scheinargument, das sich wie beim argumentum ad hominem auf die Person des Gegners richtet, dabei jedoch keinen Bezug mehr zum eigentlichen Streitthema enthält und ausschließlich sachlich irrelevante persönliche Eigenschaften angreift.[11] Es benötigt im Gegensatz zum argumentum ad hominem keinen logischen Aufbau und besteht im Extremfall aus einer schlichten Beleidigung. Schopenhauer führt es als letztes Mittel in einem Streitgespräch an:

„Wenn man merkt, daß der Gegner überlegen ist und man Unrecht behalten wird, so werde man persönlich, beleidigend, grob.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_hominem
https://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_hominem#Argumentum_ad_personam

 

Wie die Bürger seit Jahren durch Nudging, Wording und Framing manipuliert werden, beschreibe ich seit Jahren auf diesem Blog. Und auch, dass die ehemalige Kanzlerin mithilfe von Umfragen Meinungsbilder erfasst und danach gehandelt hat, um ihre Beliebtheitswerte zu steigern, war hier schon Thema.

Ich bleibe bei meiner Aussage, dass man keine Wahlen manipulieren muss, solange man die Wähler manipulieren kann. Die Manipulation der Wähler lässt sich auch schwerer beweisen.

Na dann…


 

Quellennachweise:

 

 

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