[Zitat] Heinrich Heine über Kommunismus

Heinrich Heine über Kommunismus

XLV

Paris, 20. Juni 1842

„(…) Aber die Verwirrungen, Verwicklungen und momentanen Nöten, worin die Regierung infolge dieses Treibens geraten kann, geben den dunkeln Gewalten, die im verborgenen lauern, das Signal zum Losbruch, und wie immer erwartet die Revolution eine parlamentarische Initiative.
Das entsetzliche Rad käme dann wieder in Bewegung, und wir sähen diesmal einen Antagonisten auftreten, welcher der schrecklichste sein dürfte von allen, die bisher mit dem Bestehenden in die Schranken getreten. Dieser Antagonist bewahrt noch sein schreckliches Inkognito und residiert wie ein dürftiger Prätendent in jenem Erdgeschoß der offiziellen Gesellschaft, in jenen Katakomben, wo unter Tod und Verwesung das neue Leben keimt und knospet.

Kommunismus ist der geheime Name des furchtbaren Antagonisten, der die Proletarierherrschaft in allen ihren Konsequenzen dem heutigen Bourgeoisieregimente entgegensetzt. Es wird ein furchtbarer Zweikampf sein. Wie möchte er enden? Das wissen die Götter und Göttinnen, denen die Zukunft bekannt ist.
Nur soviel wissen wir: der Kommunismus, obgleich er jetzt wenig besprochen wird und in verborgenen Dachstuben auf seinem elenden Strohlager hinlungert, so ist er doch der düstre Held, dem eine große, wenn auch nur vorübergehende Rolle beschieden in der modernen Tragödie und der nur des Stichworts harrt, um auf die Bühne zu treten. Wir dürfen daher diesen Akteur nie aus den Augen verlieren, und wir wollen zuweilen von den geheimen Proben berichten, worin er sich zu seinem Debüt vorbereitet. Solche Hindeutungen sind vielleicht wichtiger als alle Mitteilungen über Wahlumtriebe, Parteihader und Kabinettsintrigen.“


XLVI

Paris, 12. Juli 1842

Das Resultat der Wahlen werden Sie aus den Zeitungen ersehen. Hier in Paris braucht man nicht erst die Blätter darüber zu konsultieren, es ist auf allen Gesichtern zu lesen.
Gestern sah es hier sehr schwül aus, und die Gemüter verrieten eine Aufregung, wie ich sie nur in großen Krisen bemerkt habe. Die alten wohlbekannten Sturmvögel rauschten wieder unsichtbar durch die Luft, und die schläfrigsten Köpfe wurden plötzlich aufgeweckt aus der zweijährigen Ruhe.
Ich gestehe, daß ich selbst, angeweht von dem furchtbaren Flügelschlag, ein gewaltiges Herzbeben empfand. Ich fürchte mich immer im ersten Anfang, wenn ich die Dämonen der Umwälzung entzügelt sehe; späterhin bin ich sehr gefaßt, und die tollsten Erscheinungen können mich weder beunruhigen noch überraschen, eben weil ich sie vorausgesehen.
Was wäre das Ende dieser Bewegung, wozu Paris wieder, wie immer, das Signal gegeben? Es wäre der Krieg, der gräßlichste Zerstörungskrieg, der leider die beiden edelsten Völker der Zivilisation in die Arena riefe zu beider Verderben; ich meine Deutschland und Frankreich. England, die große Wasserschlange, die immer in ihr ungeheures Wassernest zurückkriechen kann, und Rußland, das in seinen ungeheuren Föhren, Steppen und Eisgefilden ebenfalls die sichersten Verstecke hat, diese beiden können in einem gewöhnlichen politischen Kriege, selbst durch die entschiedensten Niederlagen, nicht ganz zugrunde gerichtet werden: – aber Deutschland ist in solchen Fällen weit schlimmer bedroht, und gar Frankreich könnte in der kläglichsten Weise seine politische Existenz einbüßen. Doch das wäre nur der erste Akt des großen Spektakelstücks, gleichsam das Vorspiel.

Der zweite Akt ist die europäische, die Weltrevolution, der große Zweikampf der Besitzlosen mit der Aristokratie des Besitzes, und da wird weder von Nationalität noch von Religion die Rede sein: nur ein Vaterland wird es geben, nämlich die Erde, und nur einen Glauben, nämlich das Glück auf Erden.
Werden die religiösen Doktrinen der Vergangenheit in allen Landen sich zu einem verzweiflungsvollen Widerstand erheben, und wird etwa dieser Versuch den dritten Akt bilden? Wird gar die alte absolute Tradition nochmals auf die Bühne treten, aber in einem neuen Kostüm und mit neuen Stich- und Schlagwörtern? Wie würde dieses Schauspiel schließen? Ich weiß nicht, aber ich denke, daß man der großen Wasserschlange am Ende das Haupt zertreten und dem Bären des Nordens das Fell über die Ohren ziehen wird.
Es wird vielleicht alsdann nur einen Hirten und eine Herde geben, ein freier Hirt mit einem eisernen Hirtenstabe und eine gleichgeschorene, gleichblökende Menschenherde!
Wilde, düstere Zeiten dröhnen heran, und der Prophet, der eine neue Apokalypse schreiben wollte, müßte ganz neue Bestien erfinden, und zwar so erschreckliche, daß die älteren Johanneischen Tiersymbole dagegen nur sanfte Täubchen und Amoretten wären. Die Götter verhüllen ihr Antlitz aus Mitleid mit den Menschenkindern, ihren langjährigen Pfleglingen, und vielleicht zugleich auch aus Besorgnis über das eigene Schicksal. Die Zukunft riecht nach Juchten, nach Blut, nach Gottlosigkeit und nach sehr vielen Prügeln.

Ich rate unsern Enkeln, mit einer sehr dicken Rückenhaut zur Welt zu kommen.

Heinrich Heine

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Wie Robert Habeck der wichtigste Politiker wurde

Alle lieben Robert.

Es ist eine schöne neue Welt. Alain de Botton bringt es auf den Punkt, wenn er sagt, die Medien würden es „… vertuschen, dass sie nicht nur über die Welt berichten, sondern vielmehr ständig damit zugange sind, in unseren Köpfen einen neuen Planeten zu erschaffen, der unverkennbar zu ihren eigenen Prioritäten passt“.

Ich habe schon häufiger beschrieben, dass die Darstellung einer Nachricht wichtiger geworden ist, als der Inhalt der Nachricht (Framing). Im März 2019 brachte das ZDF die „sensationelle“ Meldung (Bild), dass Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) der wichtigste Politiker in Deutschland sei. Andere Medien (Multiplikatoren) haben die Meldung des ZDF-Politbarometers abgeschrieben und weiter verbreitet, also die Anzahl der Empfänger vergrößert.

Bei einem zweiten Blick entpuppt sich diese Meldung als eine „Ente“, oder wie man inzwischen so schön sagt, als „Fake News“. Das ZDF als Konstrukteur einer alternativen Realität, vor der Alain de Botton uns warnt.

In diesem Artikel werden die zwei Gründe beschrieben, warum Robert Habeck nicht der wichtigste Politiker in Deutschland ist.

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[Zitat] Thomas Sowell über den Preis für falsche Ideen

„Es ist schwer, sich eine dümmere oder gefährlichere Art vorzustellen, Entscheidungen zu treffen, als die Entscheidungen in die Hände von Menschen zu legen, die keinen Preis dafür zahlen, wenn sie falsch liegen. Die Besserwisser im Schulsystem verlieren nicht einen Cent oder eine Stunde Schlaf, wenn sich ihre glänzenden Ideen als völlig falsch oder sogar katastrophal für das Kind herausstellen. Es sind die Eltern und Kinder, die den Preis dafür zahlen.“

Thomas Sowell

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[Zitat] Otto Stammer über Agitation und Propaganda

„Die wissenschaftliche Analyse des Aufbaus und der gesellschaftspolitischen Praxis kommunistischer Machtgebilde hat den Nachweis erbracht, dass totalitäre Herrschaftssysteme auf die Dauer ohne das Einverständnis der Parteigänger und der Massen mit den Zielsetzungen und Methoden der politischen Führung nur schwer bestehen können.
Die Mittel der freien Demokratie, eine Zustimmung der verschiedenen Gruppen des Volks zur Politik einer Mehrheitsregierung durch freie Meinungsbildung auf dem Wege echter Gruppenkonkurrenz zu erreichen, stehen der kommunistischen Herrschaft ihrem Wesen nach nicht zur Verfügung.

Sie ist vielmehr darauf angewiesen, die Meinungsbildung und das soziale Verhalten ihrer Anhänger und der breiten Volksmassen mit propagandistischen Mitteln fortwährend zu beeinflussen, um eine Übereinstimmung mit den ideologischen Konzeptionen und dem politischen Handeln der Partei- und Staatsführung herbeizuführen.

Agitation und Propaganda in der ihnen von kommunistischer Seite unterlegten Bedeutung sind daher wichtige Strukturelemente des bolschewistischen Herrschaftssystems. Mit ihrer Hilfe hofft die politische Führung, Mittel in der Hand zu halten, die sie instand setzen, nicht nur Meinungen zu bilden und Gegenmeinungen zu unterdrücken, sondern mit Hilfe von Partei- und Massenorganisationen schließlich zu einer Umformung des Menschen und der Gesellschaft zu gelangen.“

Otto Stammer

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[Zitat] Alexander Solschenizyn über den Krieg

„Zu keiner Zeit ist die Welt ohne Krieg gewesen.
Nicht in sieben oder zehn oder zwanzigtausend Jahren. Weder die weisesten Führer, noch die edelsten Könige, noch die Kirche – keiner von ihnen war in der Lage, ihn zu verhindern. Und erliegen Sie nicht dem oberflächlichen Glauben, dass Kriege durch hitzköpfige Sozialisten gestoppt werden können.

Oder dass vernünftige und gerechte Kriege aus dem Rest aussortiert werden können. Es wird immer Abertausende geben, für die auch ein solcher Krieg sinnlos und ungerechtfertigt sein wird. Ganz einfach, kein Staat kann ohne Krieg leben, das ist eine der wesentlichen Funktionen des Staates. …

Der Krieg ist der Preis, den wir für das Leben in einem Staat zahlen. Bevor man den Krieg abschaffen kann, muss man alle Staaten abschaffen. Aber das ist undenkbar, solange die Neigung zur Gewalt und zum Bösen nicht aus den Menschen ausgerottet ist. Der Staat wurde geschaffen, um uns vor dem Bösen zu schützen. Im gewöhnlichen Leben bewegen sich tausende von schlechten Impulsen, aus tausend Brennpunkten des Bösen, chaotisch, willkürlich, gegen die Schwachen. Der Staat ist dazu berufen, diese Impulse einzudämmen – aber er erzeugt selbst andere, noch mächtigere und diesmal in eine Richtung gerichtete. Zuweilen wirft er sie alle in eine einzige Richtung – und das ist der Krieg.“

Alexander Solschenizyn

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[Zitat] Martin Luther King Jr. über geistigen und moralischen Rückstand

Heute Abend möchte ich diese erhabene und historische Plattform nutzen, um über das zu sprechen, was mir als das dringendste Problem erscheint, mit dem die Menschheit heute konfrontiert ist. Der moderne Mensch hat diese ganze Welt an eine ehrfurchtgebietende Schwelle der Zukunft gebracht. Er hat neue und erstaunliche Gipfel des wissenschaftlichen Erfolgs erreicht. Er hat Maschinen hervorgebracht, die denken, und Instrumente, die in die unergründlichen Weiten des interstellaren Raums blicken. Er hat gigantische Brücken gebaut, die die Meere überspannen, und gigantische Gebäude, die den Himmel küssen. Seine Flugzeuge und Raumschiffe haben die Entfernungen in den Schatten gestellt, die Zeit in Ketten gelegt und Autobahnen durch die Stratosphäre gemeißelt. Dies ist ein schillerndes Bild des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts des modernen Menschen.

Doch trotz dieser spektakulären Fortschritte in Wissenschaft und Technik und der noch unbegrenzten, die noch kommen werden, fehlt etwas Grundlegendes. Es gibt eine Art Armut des Geistes, die in krassem Gegensatz zu unserem wissenschaftlichen und technologischen Reichtum steht. Je reicher wir materiell geworden sind, desto ärmer sind wir moralisch und geistig geworden. Wir haben gelernt, in der Luft zu fliegen wie die Vögel und im Meer zu schwimmen wie die Fische, aber wir haben nicht die einfache Kunst gelernt, als Brüder zusammenzuleben.

Jeder Mensch lebt in zwei Bereichen, dem inneren und dem äußeren. Das Innere ist das Reich der geistigen Ziele, die sich in Kunst, Literatur, Moral und Religion ausdrücken. Das Äußere ist der Komplex von Geräten, Techniken, Mechanismen und Instrumenten, mit deren Hilfe wir leben. Unser Problem heute ist, dass wir zugelassen haben, dass sich das Innere im Äußeren verliert. Wir haben zugelassen, dass die Mittel, mit denen wir leben, die Ziele, für die wir leben, überholen. So vieles im modernen Leben lässt sich in dem fesselnden Diktum des Dichters [Henry David] Thoreau zusammenfassen: “Verbesserte Mittel für einen unverbesserlichen Zweck”. Dies ist das ernste Dilemma, das tiefe und quälende Problem, mit dem der moderne Mensch konfrontiert ist. Wenn wir heute überleben wollen, muss unser moralischer und geistiger “Rückstand” beseitigt werden. Vergrößerte materielle Kräfte bedeuten vergrößerte Gefahr, wenn es kein entsprechendes Wachstum der Seele gibt. Wenn das “Äußere” der menschlichen Natur das “Innere” unterdrückt, beginnen sich dunkle Gewitterwolken in der Welt zu bilden.

Dieses Problem des geistigen und moralischen Rückstands, das das Hauptdilemma des modernen Menschen darstellt, drückt sich in drei größeren Problemen aus, die aus dem ethischen Infantilismus des Menschen erwachsen. Jedes dieser Probleme, obwohl es separat und isoliert zu sein scheint, ist untrennbar mit dem anderen verbunden. Ich beziehe mich auf Rassenungerechtigkeit, Armut und Krieg.

Martin Luther King Jr.

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[Zitat] C.G. Jung über die Gefahr psychotischer Epidemien

„Die gigantischen Katastrophen, die uns heute drohen, sind keine Elementarereignisse physikalischer oder biologischer Art, sondern psychische Ereignisse.

In ganz erschreckendem Maße werden wir von Kriegen und Revolutionen bedroht, die nichts anderes sind als psychische Epidemien. Jeden Augenblick können mehrere Millionen Menschen von einem neuen Wahnsinn befallen werden, und dann haben wir einen neuen Weltkrieg oder eine verheerende Revolution. Anstatt wilden Tieren, Erdbeben, Erdrutschen und Überschwemmungen ausgeliefert zu sein, wird der moderne Mensch von den Urgewalten
seiner eigenen Psyche geschlagen.

Dies ist die Weltmacht, die alle anderen Mächte auf der Erde, bei Weitem übertrifft.

Das Zeitalter der Aufklärung, das die Natur und die menschlichen Institutionen von Göttern befreite, hat den Gott des Schreckens übersehen, der in der menschlichen Seele wohnt. Wenn überhaupt, ist die Furcht vor Gott angesichts der überwältigenden Übermacht des Psychischen gerechtfertigt. Aber all das ist so viel Abstraktion. Jeder weiß, dass der Intellektuelle, dieser schlaue Schakal, es so oder anders ausdrücken kann, wie es ihm gefällt.

Etwas ganz anderes ist es, wenn die Psyche als objektive Tatsache, hart wie Granit und schwer wie Blei, einem Menschen als inneres Erlebnis gegenübertritt und ihn mit hörbarer Stimme anspricht und sagt: „Das ist es, was sein wird und sein muss.

Dann fühlt er sich berufen, so wie es die Gruppe tut, wenn ein Krieg im Gange ist, oder eine Revolution, oder irgendein anderer Wahnsinn. Nicht umsonst schreit unser Zeitalter nach der „Erlöser Persönlichkeit“, nach demjenigen, der sich aus dem Griff des Kollektivs emanzipieren und wenigstens seine eigene Seele retten kann, der ein Leuchtfeuer der Hoffnung für andere entzündet und verkündet, dass hier wenigstens ein Mensch ist, dem es gelungen ist, sich aus der fatalen Identität dieser Gruppenpsychose zu befreien.

Denn die Gruppe hat aufgrund ihres Unbewusstseins keine Wahlfreiheit, und so überrollt sie die psychische Entwicklung wie eine unkontrollierte Naturgewalt. Es wird also eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die erst in der Katastrophe zum Stillstand kommt. Die Menschen sehnen sich immer dann nach einem Helden, einem Drachentöter, wenn sie die Gefahr der psychischen Kräfte spüren, daher der Schrei nach Persönlichkeit.“

C.G. Jung

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[Zitat] Gustave Le Bon über Täuschungen und Sozialismus

„Trotz all ihrer Fortschritte hat die Philosophie nicht vermocht, den Massen ein Ideal zu bieten, das sie bezaubern könnte. Da ihnen aber Täuschungen unentbehrlich sind, so wenden sie sich unwillkürlich, wie die Motte dem Licht, den Rednern zu, die sie ihnen bieten. Die große Triebkraft der Völkerentwicklung war niemals die Wahrheit, sondern der Irrtum. Und wenn heute der Sozialismus seine Macht wachsen sieht, so erklärt es sich daraus, daß er die einzige Täuschung darstellt, die noch lebendig ist. Wissenschaftliche Beweisführungen können seine Entwicklung nicht aufhalten. Seine Hauptstärke liegt darin, daß er von Köpfen verteidigt wird, die die Tatsachen der Wirklichkeit genügend verkennen, um es zu wagen, den Menschen kühn das Glück zu versprechen. Die soziale Täuschung herrscht heute auf allen Ruinen, die die Vergangenheit auftürmte, und ihr gehört die Zukunft. Nie haben die Massen nach Wahrheit gedürstet. Von den Tatsachen, die ihnen mißfallen, wenden sie sich ab und ziehen es vor, den Irrtum zu vergöttern, wenn er sie zu verführen vermag. Wer sie zu täuschen versteht, wird leicht ihr Herr, wer sie aufzuklären sucht, stets ihr Opfer.

Gustave Le Bon

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[Zitat] Thomas Sowell über Konstrukteure der Gesellschaft

„Ein Großteil der sozialen Geschichte der westlichen Welt war in den letzten drei Jahrzehnten eine Geschichte des Ersetzens dessen, was funktionierte, durch das, was gut klang. In einem Bereich nach dem anderen – Kriminalität, Bildung, Wohnungswesen, Rassenbeziehungen – hat sich die Situation verschlimmert, nachdem die neuen, glanzvollen Theorien in Kraft gesetzt wurden.
Das Erstaunliche daran ist, dass diese Geschichte des Scheiterns und der Katastrophen die Konstrukteure der Gesellschaft [social engineers] weder entmutigt noch diskreditiert hat.“

Thomas Sowell

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[Zitat] David Dunning über das Dilemma der Inkompetenz

„(…) Nun, meine Spezialität ist die Entscheidungsfindung. Wie gut treffen Menschen die Entscheidungen, die sie im Leben treffen müssen? Und ich interessierte mich sehr für Urteile über das Selbst, einfach weil die Leute dazu neigen, Dinge zu sagen, sei es im Alltag oder im Labor, die einfach unmöglich wahr sein könnten. Und das hat mich fasziniert. Nicht nur, dass die Leute diese positiven Dinge über sich selbst gesagt haben, sondern sie haben ihnen wirklich, wirklich geglaubt. Was zu meiner Beobachtung führte:
Wenn Sie inkompetent sind, können Sie nicht wissen, dass Sie inkompetent sind. (…)
Wenn Sie es wüssten, würden Sie sagen:
„Warten Sie eine Minute. Die Entscheidung, die ich gerade getroffen habe, macht nicht viel Sinn. Ich sollte besser einen unabhängigen Rat einholen.“
Aber wenn Sie inkompetent sind, sind die Fähigkeiten, die Sie benötigen, um eine richtige Antwort zu erstellen, genau die Fähigkeiten, die Sie benötigen, um zu erkennen, was eine richtige Antwort ist. Beim logischen Denken, bei der Elternschaft, beim Management und bei der Problemlösung sind die Fähigkeiten, mit denen Sie die richtige Antwort erstellen, genau die gleichen, mit denen Sie die Antwort bewerten. Und so haben wir weiter geprüft, ob dies möglicherweise in vielen anderen Bereichen der Fall sein könnte. Und zu unserem Erstaunen war es sehr, sehr wahr.“

David Dunning

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Hans-Jürgen Papier über freie Bürger [Zitat]

„In der Bewusstseinslage der politischen Akteure und Teilen der Bevölkerung scheint gelegentlich in Vergessenheit zu geraten, dass die Menschen dieses Landes freie Bürger sind. Sie verfügen über unveräußerliche und unentziehbare Freiheitsrechte, sie sind keine Untertanen.“

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[Zitat] Benjamin Franklin über die Redefreiheit

„Ohne die Freiheit des Denkens kann es keine Weisheit geben, und ohne die Freiheit der Rede keine öffentliche Freiheit, die das Recht eines jeden Menschen ist, soweit er damit nicht das Recht eines anderen verletzt oder beeinträchtigt: Und dies ist die einzige Prüfung, die sie erleiden sollte, und die einzigen Grenzen, die sie kennen sollte.

Dieses heilige Privileg ist so wesentlich für freie Regierungen, dass die Sicherheit des Eigentums und die Freiheit der Rede immer zusammen gehen; und in diesen elenden Ländern, in denen ein Mann nicht seine Zunge sein Eigen nennen kann, kann er kaum irgendetwas anderes sein Eigen nennen.

Wer die Freiheit einer Nation stürzen will, muss zunächst damit beginnen, die Redefreiheit zu unterdrücken; eine schreckliche Angelegenheit für Landesverräter.

Benjamin Franklin

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[Zitat] Tsunetomo Yamamoto – Der entscheidende Moment

Jeder Moment ist entscheidend

(Wie von Yamamoto Tsunetomo seinem Adoptivsohn Gonnojo erzählt)
„Der gegenwärtige Augenblick kann wohl der entscheidende sein; der entscheidende Moment kann genau jetzt sein. Menschen, die diese Momente für getrennte Dinge halten, können im Augenblickdes Notfalls nicht bereit sein. Wenn ein Mann genau jetzt zu seinem Fürsten gerufen und angewiesen würde, seine Gedanken zu einem bestimmten Sachverhalt zu äußern,würde er höchstwahrscheinlich keine prompte Antwort wissen. Dies bezeugt, daß die Einstellung gegenüber dementscheidenden Augenblick anders ist als die zu den gewöhnlichen Stunden.

Diese verschiedenen Momente für ein und dasselbe zuhalten, erfordert tägliches Üben als Gefolgsmann während der Freizeit, um in der Lage zu sein, Dinge explizit zu erklären, wenn man vor das Shogunat oder den Shogun selbst zitiert wird, vor den Lehensfürsten oder ältere Ratsmitglieder des Clans. Und das, selbst wenn man sicher weiß, daß der eigene niedere Rang im ganzen Leben niemals die Möglichkeit bieten wird, in der Gegenwart des Fürsten zu sprechen.

Diese Haltung paßt zu allem – ob du auf dem Schlachtfeld bist oder im bürgerlichen Dienst. Sei also entsprechend umsichtig. Wenn wir dies soweit analysieren, wie sehr müssen wir da erkennen, daß wir ständig unaufmerksam sind!“

Tsunetomo Yamamoto

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[Zitat] Bruce Lee – Sei Wasser, mein Freund

„Leere deinen Geist, sei formlos, ohne Gestalt, wie Wasser. Wenn du Wasser in eine Tasse gibst, wird es zur Tasse. Füllst du Wasser in eine Flasche, wird es zur Flasche. Wenn du es in eine Teekanne gibst, dann wird es zur Teekanne. Wasser kann ruhig fließen oder es kann zerstören. Sei Wasser, mein Freund.“

Bruce Lee

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[Zitat] Sunzi über die Annahme, dass der Feind angreift

„Die Regeln für militärische Operationen lehren nicht, darauf zu zählen, dass der Feind nicht kommt, sondern darauf zu vertrauen, dass wir Mittel und Wege haben, mit ihm fertig zu werden; sie lehren nicht, darauf zu bauen, dass wir etwas haben, was unangreifbar ist.“

Sunzi

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[Zitat] Ayn Rand – Geld als Barometer der Moral

„Geld ist das Barometer der Moral einer Gesellschaft. Wenn Sie sehen, daß Geschäfte nicht mehr freiwillig abgeschlossen werden, sondern unter Zwang, daß man, um produzieren zu können, die Genehmigung von Leuten braucht, die nichts produzieren, daß das Geld denen zufließt, die nicht mit Gütern, sondern mit Vergünstigungen handeln, daß Menschen durch Bestechung und Beziehungen reich werden, nicht durch Arbeit, daß die Gesetze Sie nicht vor diesen Leuten schützen, sondern diese Leute vor Ihnen, daß Korruption belohnt und Ehrlichkeit bestraft wird, dann wissen Sie, daß Ihre Gesellschaft vor dem Untergang steht.“

Ayn Rand

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[Zitat] Noam Chomsky über Meinungsfreiheit

„Goebbels war für die freie Meinungsäußerung von Ansichten, die er mochte. Das war Stalin auch. Wenn Sie wirklich für die Meinungsfreiheit sind, dann sind Sie für die Meinungsfreiheit von genau den Ansichten, die Sie verachten. Andernfalls sind Sie nicht für die Meinungsfreiheit.“

Noam Chomsky

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