[Zitat] Peter Boghossian über Parrhesia und soziale Gerechtigkeit

„Die alten Griechen hatten dafür ein Wort: „Parrhesia“.
Parrhesia bedeutet Offenheit, es bedeutet, die Wahrheit zu sagen. Es ist das Sprechen unter Risiko, wenn man von Feindseligkeit umgeben ist. Es bedeutet, offen zu sprechen, ohne Zweideutigkeit oder Verheimlichung. Parrhesia ist Kühnheit, es ist das Sprechen mit Aufrichtigkeit und nicht, weil man jemandem schmeicheln oder eine persönliche Belohnung ernten will. Parrhesia ist Offenheit. Es ist Offenheit, nicht Überredung. Man überredet niemanden mit Parrhesia. Im Angesicht der Gefahr die Wahrheit zu sagen, ist auch ein moralischer Akt. Man versucht, einen möglichen Fehler im Denken einer Person aufzuzeigen und ihn zu beheben.
Im Angesicht der Gefahr die Wahrheit zu sagen, ist eine Pflicht. Und oft ist es die einzige Möglichkeit, Probleme zu lösen und die Verbreitung gefährlicher Ideen zu verhindern.

Und genau das werde ich heute tun. Ich werde ganz direkt über die Komponente der Ideologie der sozialen Gerechtigkeit sprechen, die von vornherein darauf abzielt, Parrhesia zu zerstören und damit auch unsere Redefreiheit, unsere kognitive Freiheit und unsere Fähigkeit zu ehrlicher und offener Kommunikation.

Parrhesia ist der Feind der sozialen Gerechtigkeit. Soziale Gerechtigkeit ist der Feind von Parrhesia.

Die Ideologie der sozialen Gerechtigkeit zerstört mit absicht unsere Fähigkeit, direkt zu sein und moralisch unzeitgemäße Ansichten zu äußern.“

Peter Boghossian

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Der Sokal Squared Skandal und die Pseudowissenschaft

Der sogenannte Sokal Squared Skandal, im englischen oft auch Grievance Studies affair genannt, also Jammer Studien Affäre, hat einen erheblichen Mangel an wissenschaftlicher Integrität in einigen Bereichen aufgezeigt und den ideologischen Bias von einigen Institutionen, Fachmagazinen und Wissenschaftlern (“Wis-sen-schaft-lern”) mehr als deutlich belegt.

Peter Boghossian (Philosoph), Helen Pluckrose (Journalistin) und James Lindsay (Mathematiker) haben mit ihrem Hoax, in bester Tradition eines Till Eulenspiegels, teile der Gender Studies als eine Cargo Kult Wissenschaft entlarvt. Sie konnten zeigen, dass es zwar der Form nach richtiges handeln (Beispiel: Peer Review Verfahren) gab, aber am Ende kam nichts Brauchbares dabei heraus, nur ideologischer Unsinn. Es landete also kein Flugzeug.

Die drei haben sich 20 völlig sinnlose Artikel ausgedacht und unter falschen Namen bei verschiedenen, u.a. sehr renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften eingereicht, von denen vier nach monatelanger Prüfung (Peer-Review) sogar veröffentlicht wurden. Drei weitere Artikel wurden zur Veröffentlichung angenommen, aber der Hoax wurde vorher aufgedeckt und kam an die Öffentlichkeit, bevor weitere Aufsätze veröffentlicht werden konnten.

Der Kaiser trägt keine Kleider …

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