[Studie] Politische Vielfalt in der Sozial- und Persönlichkeitspsychologie


Politische Vielfalt in der Sozial- und Persönlichkeitspsychologie

Abstract:

Ein Mangel an politischer Vielfalt in der Psychologie soll zu einer Reihe schädlicher Folgen führen, darunter voreingenommene Forschung und aktive Diskriminierung von Konservativen. Wir haben eine große Anzahl (kombinierte N = 800) von Sozial- und Persönlichkeitspsychologen befragt und mehrere interessante Fakten entdeckt.

  • Erstens, obwohl sich nur 6% als konservativ „insgesamt“ bezeichneten, gab es eine größere Vielfalt politischer Meinungen zu Wirtschaftsfragen und Außenpolitik.
  • Zweitens haben die Befragten den Anteil der Konservativen unter ihren Kollegen deutlich unterschätzt.
  • Drittens befürchten Konservative negative Konsequenzen, wenn sie ihren Kollegen ihre politischen Überzeugungen preisgeben.

Letztendlich haben sie Recht:
Viele Sozial- und Persönlichkeitspsychologen gaben an, dass sie bei Entscheidungen, die von der Überprüfung eines Papers (Artikels) bis hin zur Einstellung reichen, offen ihre konservativen Kollegen diskriminieren würden. Je liberaler die Befragten waren, desto häufiger sagten sie, dass sie diskriminieren würden.

Übersetzung: skynetblog.de
Hervorhebungen: skynetblog.de

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[Zitat] Aldous Huxley – eine Diktatur ohne Tränen

„In der Schönen Neuen Welt war die Verteilung dieser mysteriösen Droge, die ich Soma nannte und deren Name jetzt von den Wallace Laboratories übernommen wurde (für etwas, das nicht annähernd so gut ist, könnte ich sagen),
die Verteilung dieser Droge war eine der Planken in der politischen Plattform – sie war gleichzeitig eines der großen Machtinstrumente in den Händen der Zentralbehörde, und gleichzeitig war es eines der großen Privilegien der Massen, diese Droge nehmen zu dürfen, weil sie sie so glücklich machte.

Das war natürlich eine Fantasie, aber es ist eine Fantasie, die jetzt viel näher an der Realisierung ist, als ich dachte, als sie es damals sicherlich war. Und es scheint mir perfekt in den Karten zu stehen, dass es in der nächsten Generation oder so, eine pharmakologische Methode geben wird, um die Menschen dazu zu bringen, ihre Knechtschaft zu lieben und sozusagen eine Diktatur ohne Tränen zu produzieren. Eine Art schmerzloses Konzentrationslager für ganze Gesellschaften zu schaffen, damit den Menschen tatsächlich ihre Freiheiten genommen werden können, sie es aber eher genießen, weil sie von jedem Wunsch nach Rebellion abgelenkt werden – durch Propaganda, Gehirnwäsche oder Gehirnwäsche, die durch pharmakologische Methoden verstärkt wird.
Und das scheint mir die letzte Revolution zu sein.“

Aldous Huxley

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Der Sokal Squared Skandal und die Pseudowissenschaft

Der sogenannte Sokal Squared Skandal, im englischen oft auch Grievance Studies affair genannt, also Jammer Studien Affäre, hat einen erheblichen Mangel an wissenschaftlicher Integrität in einigen Bereichen aufgezeigt und den ideologischen Bias von einigen Institutionen, Fachmagazinen und Wissenschaftlern (“Wis-sen-schaft-lern”) mehr als deutlich belegt.

Peter Boghossian (Philosoph), Helen Pluckrose (Journalistin) und James Lindsay (Mathematiker) haben mit ihrem Hoax, in bester Tradition eines Till Eulenspiegels, teile der Gender Studies als eine Cargo Kult Wissenschaft entlarvt. Sie konnten zeigen, dass es zwar der Form nach richtiges handeln (Beispiel: Peer Review Verfahren) gab, aber am Ende kam nichts Brauchbares dabei heraus, nur ideologischer Unsinn. Es landete also kein Flugzeug.

Die drei haben sich 20 völlig sinnlose Artikel ausgedacht und unter falschen Namen bei verschiedenen, u.a. sehr renommierten wissenschaftlichen Fachzeitschriften eingereicht, von denen vier nach monatelanger Prüfung (Peer-Review) sogar veröffentlicht wurden. Drei weitere Artikel wurden zur Veröffentlichung angenommen, aber der Hoax wurde vorher aufgedeckt und kam an die Öffentlichkeit, bevor weitere Aufsätze veröffentlicht werden konnten.

Der Kaiser trägt keine Kleider …

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[Zitat] Richard Feynman über Cargo-Kult-Wissenschaft

„Auf den Samoainseln haben die Einheimischen nicht begriffen, was es mit den Flugzeugen auf sich hat, die während des Krieges landeten und ihnen alle möglichen herrlichen Dinge brachten. Und jetzt huldigen sie einem Flugzeugkult.
Sie legen künstliche Landebahnen an, neben denen sie Feuer entzünden, um die Signallichter nachzuahmen. Und in einer Holzhütte hockt so ein armer Eingeborener mit hölzernen Kopfhörern, aus denen Bambusstäbe ragen, die Antennen darstellen sollen, und dreht den Kopf hin und her. Auch Radartürme aus Holz haben sie und alles mögliche andere und hoffen, so die Flugzeuge anzulocken, die ihnen die schönen Dinge bringen. Sie machen alles richtig. Der Form nach einwandfrei. Alles sieht genau so aus wie damals. Aber es haut nicht hin. Nicht ein Flugzeug landet.“
Richard Feynman

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[Zitat] Richard Feynman über Zweifel

„Wir müssen unbedingt Raum für Zweifel lassen, sonst gibt es keinen Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann nichts Neues herausfinden, wenn man nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu fragen, bedarf es des Zweifelns.
Die Leute suchen immer nach Gewissheit. Es gibt aber keine Gewissheit. Und Sie haben schreckliche Angst – wie kann man leben und nicht wissen?  Das ist gar nicht so schwer. Tatsache ist, Sie glauben lediglich, etwas zu wissen. Und die meisten Ihrer Handlungen gründen auf unvollständigem Wissen – in Wirklich wissen Sie nicht, was das alles soll, kennen Sie den Sinn und Zweck der Welt nicht. Und auch über andere Dinge wissen Sie nicht besonders viel. Es ist durchaus möglich, ohne Wissen zu leben.“

Richard Feynman

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[Studie] Die Auswirkungen der Kontrolle von Mietpreisen

Die Auswirkungen der Kontrolle von Mietpreisen auf Mieter, Vermieter und Ungleichheit: Beweise aus San Francisco

Abstract

Anhand einer Gesetzesänderung von 1994 nutzen wir quasi-experimentelle Unterschiede bei der Zuweisung der Mietkontrolle (Anmerk: dt. Mietendeckel / Mietpreisbremse) in San Francisco, um die Auswirkungen auf Mieter und Vermieter zu untersuchen. Durch die Nutzung neuer Daten, die die Migration von Personen nachverfolgen, wird die Mobilität von Mietern nach unserer Einschätzung um 20 Prozent eingeschränkt und die Verdrängung aus San Francisco verringert.
Vermieter, die von der Mietkontrolle betroffen sind, reduzieren das Mietwohnungsangebot um 15 Prozent, indem sie an Eigennutzer verkaufen und Gebäude sanieren. Während die Mietenkontrolle kurzfristig die Verlagerung von etablierten Mietern verhindert, hat das verlorene Mietwohnungsangebot langfristig wahrscheinlich die Marktmieten in die Höhe getrieben und letztendlich die Ziele des Gesetzes untergraben.


Fazit

(…) Zusammenfassend stellen wir fest, dass betroffene Vermieter das Angebot an verfügbaren Mietwohnungen um 15 Prozent reduzierten. Darüber hinaus ist die Zahl der Mieter in mietkontrollgeschützten Einheiten um 25 Prozent zurückgegangen, da viele Gebäude in Neubauten oder Eigentumswohnungen umgewandelt wurden, die von der Mietkontrolle ausgenommen sind. Langfristig führte dies 1994 zu einem Transfer zwischen zukünftigen San Francisco-Mietern und in San Francisco lebenden Mietern. Darüber hinaus führte der Umbau bestehender Mietobjekte zu hochwertigen Eigentumswohnungen in Eigenbesitz letztendlich zunehmend zu einem Wohnungsbestand auf Personen mit höherem Einkommen gerichtet. Auf diese Weise trug die Mietkontrolle entgegen dem erklärten politischen Ziel zur Gentrifizierung von San Francisco bei. Die Mietenkontrolle scheint die Einkommensungleichheit in der Stadt sowohl durch die Begrenzung der Vertreibung von Minderheiten als auch durch die Anziehung von Bewohnern mit höherem Einkommen zu verschärfen.
Diese Ergebnisse zeigen, dass es letztendlich kontraproduktiv sein kann, Vermieter zu einer Versicherung gegen Mieterhöhungen zu zwingen. Wenn die Gesellschaft eine Sozialversicherung gegen Mieterhöhungen anbieten möchte, kann es weniger verzerrend sein, diese Subvention in Form von staatlichen Subventionen oder Steuergutschriften anzubieten. Dies würde den Vermietern die Anreize nehmen, das Wohnungsangebot zu verringern, und könnte den Haushalten die von ihnen gewünschte Versicherung bieten. Ein Punkt zukünftiger Forschung wäre es, ein optimales Sozialversicherungsprogramm zu entwerfen, um die Mieter gegen große Mieterhöhungen zu versichern.
(Seite 3393)

Diamond, Rebecca, Tim McQuade und Franklin Qian, September 2019

DOI: 10.1257/aer.20181289

Übersetzung: Google Translate / skynetblog.de
Hervorhebungen: skynetblog.de

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Medienkompetenz – Wiederholungen (Update)

Medienkompetenz – Wahrheit durch Wiederholung (Update)

In dem Beitrag Medienkompetenz – Wiederholungen und Wahrheitseffekt wurde ausführlich beschrieben, dass: „Versuchspersonen nur durch das Zuhören und ohne eigenes aktives Handel ein neues Wort lernen konnten. Dazu wurde ihnen in einem Zeitrahmen von 14 Minuten ein Wort 160 mal wiederholt vorgespielt. Die Neurowissenschaftler konnten anschließend durch einen Scan des Gehirns nachweisen, dass sich neue Verbindungen im Gehirn entwickelt hatten, die dem neuen Wort zugeschrieben werden konnten und die sich in ihrer Struktur nicht von anderen Worten unterscheiden ließen, die von den Versuchspersonen zum Beispiel in ihrer Kindheit gelernt wurden.“ (Yury Shtyrov et al. 2010)

  • In diesem Beitrag ein Update dazu, dass ein vergleichbarer Effekt auch mit Bildern funktioniert (Gomez et al. 2019)
  • Und am Ende noch ein kurzer Vortrag [Video] über „sich wiederholende Pattern“ in der Popmusik von Colin Morris. (Off Topic)

Wenn wir Gebäude, Bäume, Berge oder Gesichter ansehen, wird der Reiz im visuellen Cortex unseres Gehirns verarbeitet. Je nachdem, was wir betrachten, werden unterschiedliche Regionen im Gehirn angesprochen und aktiviert. Dies kann durch bildgebende Verfahren, wie zum Beispiel dem PET (Positronen-Emissions-Tomographie) [1] nachgewiesen werden. Die Regionen für Wörter- oder Gesichtserkennung sind bei den meisten Personen an nahezu der gleichen Stelle im Gehirn aktiv.

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[Vortrag] Reinhard Haller – Die Narzissmus-Falle

Rating:

Prof. Dr. Reinhard Haller – Die Narzissmus-Falle
(Arbeiterkammer Vorarlberg, 2013)

Im Durchschnitt, so Prof. Dr. Reinhard Haller, blickt eine Frau zwei Jahre ihres Lebens in den Spiegel. „Spieglein, Spieglein an der Wand …“


In jedem von uns versteckt sich ein Narzisst, der im Angesicht des nervenaufreibenden Straßenverkehrs oder manchmal auch im Alkoholrausch auf sich aufmerksam macht. Aber nicht bei allen Menschen sind die Auswirkungen gleich. Denn die Mehrheit leidet nicht unter dem eigenen Narzissmus oder lässt andere darunter leiden.
Narzissmus ist nicht das Gleiche wie Selbstliebe, wie Prof. Dr. Reinhard Haller richtigstellt, sondern eine „Selbstsucht“, denn mit Liebe oder Zuneigung hat Narzissmus nichts gemeinsam. Zusammen mit der Unfähigkeit Empathie für andere zu empfinden, ist es das Rezept, um seiner Umwelt Leid zuzufügen, ohne dieses selber Wahrzunehmen, oder Wahrnehmen zu können.

Sich selber als „unfehlbar“ (…) zu bezeichnen, hat da aber dann doch eine ganz andere Güte.

Prof. Dr. Reinhard Haller erklärt, wie wir Narzissmus erkennen können und wie wir mit diesen Menschen umgehen könnten. Mit Humor, so sein Tipp.

Am Ende wird noch ein ironischer (…) Selbsttest vorgestellt („Meine Hobbys sind … fotografiert werden“).

Mit einem Augenzwinkern und vielen Anekdoten aus dreißig Jahren Berufserfahrung eines Psychiaters, (wofür sich Herr Prof. Dr. Haller nun wirklich nicht Entschuldigen muss), erklärt er den Zuschauern diese Persönlichkeitsstörung.
Vielen Dank für diesen lehrreichen und unterhaltsamen Vortrag; Wissen fürs Leben. (Wissen vernetzen).


Reinhard Haller  |  Die Narzissmus-Falle |  Arbeiterkammer Vorarlberg  |
Wissen fürs Leben  |  1:29:09  |  21. Mai 2013  |  youtube


https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Haller

https://vbg.arbeiterkammer.at/service/audioundvideo/WissenfuersLeben/2014/Die_Narzissmus-Falle.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Narzissmus

Zuletzt aufgerufen am 28.11.2018


Buchtipp:

Reinhard Haller – Die Narzissmus-Falle
Ecowin Verlag; Auflage: 11.  (2018)
208 Seiten
ISBN-10: 9783711000378
ISBN-13: 978-3711000378


Weitere Vorträge von Prof. Dr. Reinhard Haller

(2011) Reinhard Haller: Modediagnose Burnout?

(2012) Reinhard Haller: Glück und Unglück der Sucht

(2016) Reinhard Haller: Die Macht der Kränkung (auf skynetblog.de)

(2017) Reinhard Haller: Ver-rückt

DIALOG mit Reinhard Haller:
Das ganz normale Böse und warum wir trotzdem gute Menschen sein können


 

[Vortrag] Reinhard Haller – Die Macht der Kränkung

Rating:

Prof. Dr. Reinhard Haller – Die Macht der Kränkung
(Arbeiterkammer Vorarlberg, 2016)

 

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Mit dem Begriff Kränkung wird die Verletzung eines anderen Menschen in seiner Ehre, seinen Werten, seinen Gefühlen, insbesondere seiner Selbstachtung bezeichnet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kr%C3%A4nkung

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Der Mensch ist ein soziales Wesen und niemand wird gerne gekränkt. Eigentlich eine simple Erkenntnis. Prof. Dr. Reinhard Haller beschreibt anschaulich die Folgen von Kränkungen und wie diese „Verletzungen“ zu weiteren Kränkungen und auch zu Kriminalität führen können. Und auch, dass es Kränkungen nicht nur zwischen Menschen gibt, sondern sehr wohl auch zwischen Staaten und diese Kränkungen führen zu ähnlichen Abwehrreaktionen.

Seine Beispiele aus der Politik klingen plausibel und sind nachvollziehbar. Die Kränkung durch das Attentat auf den österreichisch-ungarischen Thronfolger (Attentat von Sarajevo) führte zum Ersten Weltkrieg. Adolf Hitler, selbst gekränkt durch seine eigene Erfolglosigkeit (als Künstler), nutzte die damalige Situation und führte die durch den Versailler Vertrag gekränkte und gedemütigte deutsche Nation, in den Zweiten Weltkrieg. Die daraus folgenden Verbrechen sind bekannt.

Auch verschiedene Attentate aus der jüngeren Vergangenheit lassen sich auf Kränkungen der religiösen Gefühle zurückführen.

Schüler, die sich bewaffnen und in ihren Schulen andere Kinder töten, tun dies oft, weil sie selber Opfer von Kränkungen wurden.

Auch das Ende von Beziehungen oder eine Scheidung führt häufig dazu, dass sich jemand gekränkt fühlt. Dies kann dann ein Auslöser für tödliche Familientragödien sein.

Dies sind keine Entschuldigungen für grausame Taten, sondern der Versuch, diese Taten zu erklären und dadurch eine Wiederholung des Unrechts zu vermeiden.


Betrachten wir die aktuelle öffentliche Debatte, dann sehen wir Kränkungen, die Kränkungen folgen. Die eine Seite ist zum Beispiel linksgrünversifft und die andere Seite ausnahmslos „rassistisch“ und irgendwie mindestens in der Nähe von „Nationalsozialisten“. Der Brunnen ist schon längst vergiftet. Bundestagsabgeordnete machen es vor und die Bürger schämen sich für die Würdelosigkeit im Parlament.

Wenn wir diesen Kreislauf beenden wollen, müssen die Beleidigungen und gegenseitigen Kränkungen aufhören. Verständnis und mehr Gelassenheit würden unserer Gesellschaft weiter helfen, in der es inzwischen als eine Schwäche gilt, sich zu Entschuldigen.

Für eines muss sich Prof. Dr. Reinhard Haller aber ganz sicher nicht Entschuldigen, mit seinen lustigen und charmanten Anekdoten seine Redezeit überzogen zu haben.

Ein wichtiger Beitrag zum Zustand unserer öffentlichen Debattenkultur.


Vielen Dank an die Arbeiterkammer Vorarlberg, für das kostenlose Bereitstellen der Vorträge aus der Reihe „Wissen fürs Leben“.


Reinhard Haller  |  Die Macht der Kränkung  |  Arbeiterkammer Vorarlberg  | 
Wissen fürs Leben  |  1:19:43  |  2016  |  youtube


https://de.wikipedia.org/wiki/Reinhard_Haller

https://vbg.arbeiterkammer.at/service/audioundvideo/WissenfuersLeben/2016/Die_Macht_der_Kraenkung.html

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Buchtipp:

Reinhard Haller – Die Macht der Kränkung
Ecowin Verlag; Auflage: 8. Aufl. (2018)
248 Seiten
ISBN-10: 9783711000781
ISBN-13: 978-3711000781


Weitere Vorträge von Prof. Dr. Reinhard Haller

(2011) Reinhard Haller: Modediagnose Burnout?

(2012) Reinhard Haller: Glück und Unglück der Sucht

(2013) Reinhard Haller: Die Narzissmus-Falle (auf skynetblog.de)

(2017) Reinhard Haller: Ver-rückt

DIALOG mit Reinhard Haller:
Das ganz normale Böse und warum wir trotzdem gute Menschen sein können


 

[Vortrag] Manfred Prisching – Die Bluff-Gesellschaft

Rating:

Prof. Dr. Manfred Prisching – Die Bluff-Gesellschaft
(Arbeiterkammer Vorarlberg, 2014)

Ich habe auf diesem Blog schon häufiger auf „Darstellungsformen“ (Framing) hingewiesen und wie wichtig die Form der Darstellung für die Wahrnehmung, bzw. die Interpretationen der Betrachter sind. Auch Menschen inszenieren sich und sie Bluffen dabei nicht selten.

Wenn nun alle Bluffen und mehr aus sich machen, sich inszenieren, kann schnell eine Spirale entstehen, die sich hoch schaukelt. Denn, wer will schon unterhalb der „Norm“ sein. Nur, dass die Norm eben nicht real ist, sondern eine Inszenierung und sich daher nicht als Maß eignet. Sich an dieser „simulierten“ Norm zu messen, ist zum Scheitern verurteilt und wird zu Frustration führen. Keiner schaut so aus wie das „Photoshop Girl“ auf Seite eins oder ist so Glücklich, wie die Frühstücksfamilie in der Werbung. Das ist zum Beispiel einer der Gründe, warum sich Frauen krank hungern, um dieses unerreichbare Ziel (das Vor-Bild, weil es am Computer generiert wurde) zu erreichen.

Aber Menschen übertreiben auch mit ihren beruflichen Qualifikationen, dem sozialen Status, mit falschen Brüsten und Lippen, gefärbten Haaren oder waschechten Lügen.

Aus dem Hausmeister wurde der „Facility Manager“ und eine Sekretärin braucht heute niemand mehr, nur noch „Office Managerinnen“, mehr Schein als Sein, wie der Volksmund so sagt.

Der Bluff, so könnte man sagen, gehört in der Politik schon zum Handwerk, zum guten Ton. Wahlversprechen sind an sich schon Blendwerk, denn sie sind ja nicht verbindlich. So täuscht uns schon das Wort „Versprechen“. Dieser Vortrag hilft dabei, sich selber ein Stück weit zu Ent-täuschen.

Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung auf unsere Gesellschaft, wenn „Bluffen“ zu einem Lifestyle, zu einem Trend wird?


Der österreichische Soziologe Prof. Dr. Manfred Prisching ist korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und erklärt in diesem Vortrag, mit Wortwitz und einem Augenzwinkern, warum und wie sich Menschen inszenieren.

Ein Vortrag der Arbeiterkammer Vorarlberg aus der Reihe: „Wissen fürs Leben“.

Manfred Prisching  |  Die Bluff-Gesellschaft  |  Arbeiterkammer Vorarlberg  | 
Wissen fürs Leben  |  1:37:32  |  2014  |  youtube


https://vbg.arbeiterkammer.at/service/audioundvideo/WissenfuersLeben/2014/Die_Bluff-Gesellschaft.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Prisching

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[Update 2] Entwicklung des Arbeitsmarktes (IFG Antwort)

Am 25. Januar 2017 habe ich den Artikel Die Veränderungen des Arbeitsmarktes und am 03. Februar 2018 das Update Der Glaube der Arbeitsministerin Nahles veröffentlicht.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat inzwischen auf meine Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) vom 04.11.2017 geantwortet.
Und am 22.02.2018 war Frau Andrea Nahles (SPD) in der Talkshow Maybritt Illner (ZDF) zu Gast. Das Thema der Sendung: “Digital oder sozial – die Angst um die Arbeit von morgen”.Genug Gründe um das Update zu Updaten.

  • IFG Anfrage vom 04.11.2017
  • Antwort des BMAS vom 20.02.2018
  • Ein Kommentar
  • Drei Zitate (Andrea Nahles bei Maybritt Illner am 22.02.2018)
  • Anmerkung zum Niedriglohnsektor
  • So viele Fragen
  • Quellennachweise und Publikationen zum Thema (PDF Downloads)

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Uwe Krüger – Medien im Mainstream. Problem oder Notwendigkeit?

Der Medienwissenschaftler Dr. Uwe Krüger ist Autor der Bücher
Mainstream: Warum wir den Medien nicht mehr trauen” 2016 (ISBN-10: 3406688519) undMeinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten – eine kritische Netzwerkanalyse” 2013 (ISBN-10: 3869620706).

Für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat er den Text “Medien im Mainstream. Problem oder Notwendigkeit?” geschrieben, der unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht wurde. Der Text erschien am 22.7.2016 und wird hier noch einmal wiedergegeben.

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[Studie] Die Griechen provozieren!

Für die Otto-Brenner-Stiftung (OBS) der IG Metall, haben Prof. Dr. Kim Otto, Andreas Köhler (M.A.) und Kristin Baars (B.A.) die Studie “Die Griechen provozieren!” erstellt. In der Studie wurden die Nachrichtensendungen “Tagesschau” und “heute”, sowie die Sondersendungen “Brennpunkt” und “ZDF spezial” des Jahres 2015 analysiert und die Berichterstattung zur griechischen Staatsschuldenkrise diesen Sendungen untersucht. Es wurden nicht ARD und ZDF Sendungen im Allgemeinen untersucht.

“Die Griechen provozieren!” ist die zweite Studie über die Berichterstattung im Zusammenhang mit der griechischen Staatsschuldenkrise von Prof. Dr. Kim Otto und Andreas Köhler. Im März 2016 veröffentlichten sie ihre Untersuchung Berichterstattung deutscher Medien in der griechischen Staatsschuldenkrise.

In zwei folgenden Teilen beschreibe ich die Kritik der Sender ARD und ZDF, die öffentlich in Presseerklärungen geäußert wurde. Ich habe die Sender angeschrieben und gefragt, mit welchen konkreten Zahlen sie ihre Kritik, die Studie hätte “methodische Mängel” begründen können. Die Antworten wären ein Fall für den ARDfaktenfinder.

Teil 1. [Studie] Die Griechen provozieren!
Teil 2. ARD und ZDF – Die Kritik der kritisierten Sender
Teil 3. Die Berichterstattung der ARD über Donald Trump

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Stopp TTIP und CETA (3.2) | Freihandel in Theorie und Praxis

Stopp TTIP und CETA (3.2) | Freihandel in Theorie und Praxis

Was Freihandel ist und was Freihandel nicht ist, hat der Wirtschaftswissenschaftler
Dr. Christian Christen in seinem Text “Freihandel in Theorie und Praxis” sehr genau beschrieben. Im Folgenden werden hier zwei Abschnitte aus dem Text wiedergegeben.

Der vollständige Text kann kostenlos auf der Internetseite www.chefvolkswirt.net von
Dr. Christian Christen als PDF Datei heruntergeladen werden. Der komplette Text (kompakt auf 10 Seiten geschrieben) ist absolut LESENSWERT.

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[doku] Im Land der Lügen (ARD2016)

Rating:

Im Land der Lügen – Wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren

Die Dokumentation zeigt, wie mit Zahlen manipuliert werden kann.
Denn “Zahlen lügen nicht”.
“Im Land der Lügen” erklärt mit Beispielen “wie uns Politik und Wirtschaft mit Zahlen manipulieren” können. Dabei kommen verschiedene Methoden zur Anwendung. Framing (Deutungsrahmen) ist nur eine Möglichkeit, um Zahlen zu Präsentieren.
Auch mit Grafiken kann der Zuschauer getäuscht werden.

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Wahlbeteiligung (Teil 6.2) Nichtwähler

Wahlbeteiligung, Wähler und Nichtwähler. (Teil 6.2) Nichtwähler

Mit diesem Betrag über Nichtwähler wird die kleine Serie über das Thema politische Partizipation weiter fortgesetzt. Es ist der zweite Teil über Wahlbeteiligung. Im ersten Teil wurde gezeigt, dass es eine Tendenz “abnehmender Wahlbeteiligung” gibt. Dieser Beitrag erweitert das Thema Wahlbeteiligung um die Befragungen von “Nichtwählern”.
Vier Untersuchungen werden kurz vorgestellt, die sich mit dem Thema Nichtwähler befassen, um einen Überblick über die Motive zu ermöglichen. (Teil 6.2)

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Steffen Schmidt – Politisches Interesse (bpb.de)

Das politische Interesse der Menschen wird immer wieder besprochen. Doch zunächst muss definiert werden, was politisches Interesse, bzw. Verdrossenheit eigentlich ist und was diese Begriffe beinhalten. Um zu verstehen, warum Menschen aus Parteien Ein- oder Austreten, müssen verschiedene Faktoren betrachtet werden und das politische Interesse ist dabei eine von mehreren Möglichkeiten.
Der Text wird hier wiedergegeben, als eine weitere Ergänzung zu dem Thema Parteimitgliedschaften und warum Menschen aus Parteien Austreten. (Teil 3)

Der folgende Text ist von Steffen Schmidt und wurde unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. Auf der Internetseite der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) kann der Text auch als PDF Datei heruntergeladen werden.

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