[Zitat] Juvenal über Brot und Spiele

„Einst bestimmte es (das römische Volk) über alles, die Herrschaft, die Ämter und die Legionen. Doch nun wünscht sich das Volk, um zufrieden zu sein, nur noch zwei Dinge: Brot und Spiele.“

Juvenal

Quellennachweis:

Juvenal (Decimus Iunius Iuvenalis), römischer Dichter und Satiriker des 1. und 2. Jahrhunderts. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Juvenal


Brot und Spiele

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juvenals fiktives Porträt, 19. Jahrhundert (S. H. Gimber)
In: Juvenal. Translated by Charles Badham. New York, 1837. Published by Harper & Brothers
Public Domain
Dieses Werk ist gemeinfrei, da die Schutzfrist des Urhebers nach 70 Jahren abgelaufen ist.
Quelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Juvenal_portrait.jpg


lat. original:

„qui dabat olim // imperium, fasces, legiones, omnia, nunc se // continet atque duas tantum res anxius optat, // panem et circenses.“

Satiren X, 78-81

https://de.wikiquote.org/wiki/Juvenal


 

Panem et circenses

Schon zu Zeiten der römischen Republik wurde vom Senat für Bürger Roms extrem verbilligtes, teils sogar kostenloses Getreide zur Verfügung gestellt. Dies hatte den Zweck, die Massen der Armen, die plebs, zumindest so weit zu versorgen, dass sie keine Aufstände starteten. Zugleich wurden oft von vermögenden Adeligen Zirkus- und Gladiatorenspiele veranstaltet, die für jeden Bürger kostenlos besuchbar waren. Erfolgreiche Politiker wie z. B. Julius Caesar sicherten sich Stimmen bei den regelmäßigen Wahlen, indem sie einerseits große Mengen an Nahrung verschenkten und andererseits besonders prächtige und unterhaltsame Spiele veranstalteten. Dies sorgte dann dafür, dass der jeweilige Politiker gewählt wurde. Durch diese „Steuerung“ sorgten die Bürger einerseits für immer mehr Unterhaltung und kostenlose Nahrung, andererseits wurde ein Amt damit mehr oder weniger käuflich. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Panem_et_circenses


Anmerkung:

Auch viele Versprechen der Parteien unserer Zeit haben dasselbe Grundmuster.
Sie kaufen Wählerstimmen mit dem Geld, dass sie den Wählern zuvor durch Steuern und Abgaben aus deren Tasche ziehen. Und weil die Bürger dann zu wenig Geld zum Leben haben, werden sie anfällig für die Blender der Parteien. Ein Machiavellistisches Prinzip.

Mindestlohn und Mietendeckel sind nur moderne Angebote für korrumpierbare Wähler, während Facebook und Twitter die wahren Gladiatoren an den Computertastaturen hervorbringen.


Seiten zuletzt abgerufen: 07.02.2021


 

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