Einblicke in die Kommunikationsstrategien der Regierung

Ein weiterer Kommentar zum Zeitgeist
(aus der Reihe: you can’ make this shit up)

Die Auszüge aus dem Papier „Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“
(VS-nur für den Dienstgebrauch), auf die sich dieser Artikel bezieht, zeigen sehr deutlich die Kommunikationsstrategien der Regierung und welche Methoden angewendet werden.

Wann ist der Zeitpunkt erreicht, an dem sich die Bürger offiziell manipuliert fühlen dürfen, ohne sich als Verschwörungstheoretiker oder dergleichen diskreditieren lassen zu müssen? Gibt es diesen Zeitpunkt überhaupt und wer legt den Zeitpunkt fest?
Darf ich diesen Moment für mich selber festlegen? Oder sind nur diejenigen zu einer Definition berechtigt, die ihrerseits bereits im Verdacht stehen (Massenmedien, Parteien), andere zu manipulieren? Dann hätten wir den Bock zum Gärtner gemacht.
Wann also darf ich mich manipuliert fühlen?

Aus der Veröffentlichung, die durch Frag den Staat erfolgte, werden die Kommunikationsstrategien der Regierung und des Bundesinnenministeriums (BMI) sichtbar.

Hier ein Auszug:

Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen

4 a. Worst case verdeutlichen!

Wir müssen wegkommen von einer Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die Älteren betrifft, denken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: «Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher». Diese Mechanismen haben in der Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen.

Um die gewünschte Schockwirkung zu erzielen, müssen die konkreten Auswirkungen einer Durchseuchung auf die menschliche Gesellschaft verdeutlicht werden:

1) Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen, und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft kriegen ist für jeden Menschen eine Urangst. Die Situation, in der man nichts tun kann, um in Lebensgefahr schwebenden Angehörigen zu helfen, ebenfalls. Die Bilder aus Italien sind verstörend.

2) “Kinder werden kaum unter der Epidemie leiden”: Falsch. Kinder werden sich leicht anstecken, selbst bei Ausgangsbeschränkungen, z.B. bei den Nachbarskindern. Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein, weil sie z.B. vergessen haben, sich nach dem Spielen die Hände zu waschen, ist es das Schrecklichste, was ein Kind je erleben kann.

3) Folgeschäden: Auch wenn wir bisher nur Berichte über einzelne Fälle haben, zeichnen sie doch ein alarmierendes Bild. Selbst anscheinend Geheilte nach einem milden Verlauf können anscheinend jederzeit Rückfälle erleben, die dann ganz plötzlich tödlich enden, durch Herzinfarkt oder Lungenversagen, weil das Virus unbemerkt den Weg in die Lunge oder das Herz gefunden hat. Dies mögen Einzelfälle sein, werden aber ständig wie ein Damoklesschwert über denjenigen schweben, die einmal infiziert waren. Eine viel häufigere Folge ist monate und wahrscheinlich jahrelang anhaltende Müdigkeit und reduzierte Lungenkapazität, wie dies schon oft von SARS-Überlebenden berichtet wurde und auch jetzt bei COVID-19 der Fall ist, obwohl die Dauer natürlich noch nicht abgeschätzt werden kann.

Ausserdem sollte auch historisch argumentiert werden, nach der mathematischen Formel:

2019 = 1919 + 1929

Man braucht sich nur die oben dargestellten Zahlen zu veranschaulichen bezüglich der anzunehmenden Sterblichkeitsrate (mehr als 1% bei optimaler Gesundheitsversorgung, also weit über 3% durch Überlastung bei Durchseuchung), im Vergleich zu 2% bei der Spanischen Grippe, und bezüglich der zu erwartenden Wirtschaftskrise bei Scheitern der Eindämmung, dann wird diese Formel jedem einleuchten.


Quelle: bmi.bund.de | PDF

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/corona/szenarienpapier-covid19.pdf?__blob=publicationFile&v=6


Hervorhebungen: skynetblog.de

 


Die Kommunikationsstrategien der Bundesregierung

In diesem Fall basieren die Kommunikationsstrategien der Bundesregierung nicht auf logischer Argumentation, sondern auf Emotionen, den Gefühlen Angst und Schuld. Die Bundeszentrale für politische Bildung, eine „nachgeordnete Behörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Innern“, definiert Propaganda folgendermaßen:

Charakteristisch für Propaganda ist, dass sie die verschiedenen Seiten einer Thematik nicht darlegt und Meinung und Information vermischt. Wer Propaganda betreibt, möchte nicht diskutieren und mit Argumenten überzeugen, sondern mit allen Tricks die Emotionen und das Verhalten der Menschen beeinflussen, beispielsweise indem sie diese ängstigt, wütend macht oder ihnen Verheißungen ausspricht. Propaganda nimmt dem Menschen das Denken ab und gibt ihm stattdessen das Gefühl, mit der übernommenen Meinung richtig zu liegen. Hier zeigt sich der große Unterschied etwa zur journalistischen Information:
Journalisten betreiben Aufklärung, indem sie alle verfügbaren Fakten und Hintergründe darlegen und die Menschen selbst entscheiden lassen, was richtig und was falsch ist.

Bundeszentrale für politische Bildung (2011)


Hervorhebungen: skynetblog.de

 

Angst vor einer Infektion, Angst vor der (wirtschaftlichen) Zukunft, Angst davor, Eltern oder Großeltern umzubringen, Angst vor den eigenen Kindern und Enkeln.
Wut auf Ungeimpfte, weil diese vielleicht gefährlich sind oder weil die Regierung wegen diesen Menschen Restriktionen gegen alle Bürger verhängen muss. Wut auf geimpfte Personen, weil diese Vorzüge (zurück) bekommen, die man zuvor allen Bürgern genommen hat.
Verheißungen für geimpfte Personen, die Versprechungen von der Rückkehr einer Normalität.

Das volle Programm wie aus dem Lehrbuch. Es ist per Definition Propaganda.

(Vgl. Machiavellismus)



Das Argumentum ad verecundiam

Letzte Woche hatte ich auf die Kommunikationsstrategien der Regierung, bzw. des Bundesministeriums für Gesundheit hingewiesen und wie die Bürger vor Fake News gewarnt wurden…

In diesem Artikel möchte ich kurz das Argumentum ad verecundiam (ein Argument, bezogen auf die Ehrfurcht) erklären.

Das Argumentum ad verecundiam (Autoritätsargument) ist ein Scheinargument. Es bezieht sich auf die Aussagen von Experten, Vorgesetzten oder auf die Bewertungen von Organisationen, die in den themenbezogenen Fachkreisen anerkannten sind. Mit dem Autoritätsargument soll hervorgehoben werden, WER (die Experten) etwas sagt und nicht WAS inhaltlich gesagt wird. Die Autorität eines akademischen Grades täuscht häufig über inhaltsleere oder falsche Aussagen hinweg. Wenn man davon ausgeht, dass jemand ein Experte für dieses oder jenes Thema ist und nur aufgrund dessen immer eine korrekte Aussage trifft, dann ist dies eine falsche Schlussfolgerung.

Eine Variante des Argumentum ad verecundiam funktioniert, in dem eine prominente Person (Ehrfurcht) etwas sagt. Es steht also wieder im Vordergrund, WER etwas sagt, nicht WAS die Person sagt. Hier wird der Bekanntheitsgrad der Person nutzbar gemacht, nicht der akademische Grad.
Das Argumentum ad verecundiam ist, genauso wie das Argumentum ad populum (eine Beweisrede für das Volk; weil alle das sagen, sogar der Herr Jauch sagt das …), nur ein roter Hering (ein Ablenkungsmanöver).

Sicherheitsscreenshot: Bundesministerium für Gesundheit auf Twitter


Marshall McLuhan verdeutlicht dieses Beispiel anschaulich, wenn er sagt:

„Moralische Empörung ist eine grundlegende Technik,
um einem Idioten Würde zu verleihen.“


Wenn das Bundesministerium für Gesundheit eine Werbekampagne startet, um die Impfbereitschaft der Bevölkerung zu erhöhen, ist daran zunächst nichts zu kritisieren. Aus Sicht einer professionellen Marketingabteilung wäre die #ärmelhoch Kampagne aber ein völliges Fiasko. Das Bundesministerium für Gesundheit wollte mit bekannten Gesichtern für die Kampagne werben, zum Beispiel mit dem Schauspieler und Moderator Günther Jauch.
Text: „Günther Jauch hat sich impfen lassen.“

Aber Herr Jauch hat sich dann seinerseits selbst mit dem Virus infiziert und musste in der folge
TV Auftritte absagen. Er war nicht geimpft, als das Bild entstand. Dies führte berechtigterweise zu Spott. Und das selbe Bundesministerium für Gesundheit warnt vor Fake News

Ein Fehler sei passiert, Herr Jauch wolle sich erst noch impfen lassen.


Ein Grund, warum Beispielsweise Autohersteller prominente Personen nicht nur für einen Werbespot bezahlen, sondern ihnen auch ein Fahrzeugmodell schenken. Damit nicht während der Werbekampagne irgendwo Paparazzi Bilder auftauchen, auf denen der Prominente XY ein Auto der Konkurrenz fährt.
Ein Fehler sei passiert, XY wolle sich erst noch dieses Auto kaufen und fährt so lange noch ein Modell der Konkurrenz.


Was bei der Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit passiert ist, ist mehr als ein Kommunikationsfehler, es war ein PR Desaster, dass die Strategie (Argumentum ad verecundiam) deutlich machte und wahrscheinlich das Gegenteil des eigentlichen Ziels bewirkte und mehr Misstrauen hervorrief.

Denn es wäre Zielführender gewesen, hätte man sich hier für andere Personen entschieden, zum Beispiel für Gesundheitsexperten (Pfleger, Krankenschwestern, Ärzte usw.), deren Expertise im medizinischen Bereich wertvoll gewesen wäre. Aber man hat sich für einen Prominenten entschieden (Argumentum ad verecundiam), dessen Wissen um Viren und Impfungen vermutlich eher durchschnittlich ist.

So manipulieren kommunizieren die Ministerien.
Und ab wann darf ich mich manipuliert fühlen?


Die Bundesregierung bittet die Staatsbürger um Vertrauen.
Es sollte öffentlich und deutlich darüber diskutiert werden, warum die Bürger den Massenmedien, den Politikern und Parteien nicht mehr vertrauen. Denn es haben sich in den letzten Jahrzehnten genug Gründe angesammelt, es nicht mehr zu tun. Es ist wie mit dem Hirtenjungen, der immer wieder: „Die Wölfe kommen, die Wölfe kommen“ ruft. Wenn die Wölfe kommen, haben die Regierung und die Medien ihre Glaubwürdigkeit längst an den meistbietenden verkauft.

Na dann…


Anmerkung:
Dieser Artikel behandelt die Kommunikationsstrategien der Regierung, keine Medizinischen Aspekte.

Quellennachweise:

 

https://fragdenstaat.de/blog/2020/04/01/strategiepapier-des-innenministeriums-corona-szenarien/



PDF Datei des Bundesinnenministeriums:
„Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/2020/corona/szenarienpapier-covid19.pdf?__blob=publicationFile&v=6


https://skynetblog.de/wp-admin/post.php?post=3433&action=edit


https://www.rnd.de/panorama/gunther-jauch-mit-corona-infiziert-ersatz-fur-show-auftritt-wird-erst-in-sendung-am-samstag-bekannt-gegeben-7BMLXAICDVCX5PPB7CGU5KRWD4.html


https://skynetblog.de/zitat-marshall-mcluhan-moral-als-rhetorische-technik/


 

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