[Zitat] Richard Dawkins über einzigartige Gewöhnlichkeit

„Wir werden sterben, und deshalb sind wir die Glücklichen. Die meisten Menschen werden nie sterben, weil sie nie geboren werden. Die potenziellen Menschen, die an meiner Stelle hätten hier sein können, die aber tatsächlich nie das Licht der Welt erblicken werden, sind zahlreicher als die Sandkörner Arabiens. Sicherlich gibt es unter diesen ungeborenen Geistern größere Dichter als Keats, größere Wissenschaftler als Newton. Wir wissen das, weil die Menge der möglichen Menschen, die unsere DNA zulässt, die Menge der tatsächlichen Menschen so massiv übersteigt. Angesichts all dieser erstaunlichen Möglichkeiten, sind es Sie und ich, in unserer Gewöhnlichkeit, die hier stehen.“

Richard Dawkins

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[Zitat] Alexander Solschenizyn über den Krieg

„Zu keiner Zeit ist die Welt ohne Krieg gewesen.
Nicht in sieben oder zehn oder zwanzigtausend Jahren. Weder die weisesten Führer, noch die edelsten Könige, noch die Kirche – keiner von ihnen war in der Lage, ihn zu verhindern. Und erliegen Sie nicht dem oberflächlichen Glauben, dass Kriege durch hitzköpfige Sozialisten gestoppt werden können.

Oder dass vernünftige und gerechte Kriege aus dem Rest aussortiert werden können. Es wird immer Abertausende geben, für die auch ein solcher Krieg sinnlos und ungerechtfertigt sein wird. Ganz einfach, kein Staat kann ohne Krieg leben, das ist eine der wesentlichen Funktionen des Staates. …

Der Krieg ist der Preis, den wir für das Leben in einem Staat zahlen. Bevor man den Krieg abschaffen kann, muss man alle Staaten abschaffen. Aber das ist undenkbar, solange die Neigung zur Gewalt und zum Bösen nicht aus den Menschen ausgerottet ist. Der Staat wurde geschaffen, um uns vor dem Bösen zu schützen. Im gewöhnlichen Leben bewegen sich tausende von schlechten Impulsen, aus tausend Brennpunkten des Bösen, chaotisch, willkürlich, gegen die Schwachen. Der Staat ist dazu berufen, diese Impulse einzudämmen – aber er erzeugt selbst andere, noch mächtigere und diesmal in eine Richtung gerichtete. Zuweilen wirft er sie alle in eine einzige Richtung – und das ist der Krieg.“

Alexander Solschenizyn

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